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Druckerpatronen für den guten Zweck recyceln

In der anhaltenden Debatte um Nachhaltigkeit führt kein Weg am Thema Recycling vorbei. Im Jahr 1994 verabschiedete der Bundestag das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) mit dem Ziel, die Kreislaufwirtschaft und die umweltverträgliche Abfallbeseitigung in Deutschland zu fördern. Während dieser Ansatz für Materialien wie Altpapier und Pfandflaschen weitgehend wirkungsvoll ist, gibt es jedoch auch Verbrauchsgüter, die einen stetig wachsenden Müllberg produzieren und nur in sehr geringem Maße recycelt werden. Besonders problematisch sind leere Patronen und Kartuschen aus Druckern, FAX- und Kopiergeräten, die zu fast 90% in den Restmüll geworfen werden, obwohl sie von Firmen aufgekauft und entsprechend wiederverwertet werden könnten. Kritisch ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund, dass Deutschland den größten Absatzmarkt für Tintenpatronen und Tonerkartuschen in ganz Europa bildet. 2006 wurden ca. 133,5 Millionen Stück in der Bundesrepublik verkauft.

Erfreulicherweise steigt laut einer aktuellen Studie des Finanzdienstleisters Union Investment das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in den deutschen Büros seit den letzten Jahren zunehmend. Immer mehr Menschen tun am Arbeitsplatz etwas für den Umweltschutz. Doch wie können Arbeitgeber, -nehmer und auch Privathaushalte oder Vereine gezielt einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Müllberges durch Kartuschen und Patronen leisten?

Eine besonders interessante Initiative in diesem Zusammenhang ist das Projekt SAMMEL MIT!, das seit Anfang 2008 bundesweit leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen aller gängigen Marken ankauft und unkompliziert in den Kreislauf zurückführt. Bei SAMMEL MIT! kann sich jeder kostenlos anmelden und sofort mit dem Sammeln beginnen. Hierfür können Sie ebenfalls kostenlose Sammelboxen in drei unterschiedlichen Größen bestellen, diese mit Leergut befüllen und kostenfrei abholen lassen. Nach kurzer Zeit erhalten Sie gemäß der offiziellen Ankaufspreisliste, die monatlich unter Berücksichtigung der Nachfrage aktualisiert wird, Ihre Vergütung, die Sie entweder selber nutzen oder für einen guten Zweck spenden können. Die karitative Sammelaktion finanziert sich nach den Vorgaben des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, indem über 65 Prozent des Gesamterlöses an die Sammelstellen überwiesen werden. Kosten für Verwaltung und Werbung bleiben daher unter 35 Prozent der Einnahmen. Mittlerweile umfasst das SAMMEL MIT!-Netzwerk 5.000 Sammelstellen, darunter zahlreiche Schulen, Vereine, Behörden, Unternehmen, Kindergärten sowie „prominente“ Sammelstellen wie den Deutschen Bundestag, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder den Deutschen Olympischen Sportbund. Fast 250.000 Euro zahlte die Recyclingaktion bisher für karitative Zwecke aus.

Für den Verbraucher bietet das Projekt zusammenfassend zahlreiche Vorteile: Der komplette Sammel- und Abholvorgang ist nicht nur kostenlos, sondern bringt bares Geld, das aktiv für den guten Zweck eingesetzt werden kann. Laut der offiziellen Ankaufspreisliste können Toner und Patronen für bis zu 13 Euro pro Stück abgekauft werden. SAMMEL MIT! stellt Ihnen zudem alle notwendigen Verwertungs- und Entsorgungsnachsweise zur Verfügung und berücksichtigt damit aktiv die Maßgaben des KrW-/AbfG. Dies wiederum ist ein wichtiger Beitrag zur umweltverträglichen Müllentsorgung und zum Umweltschutz. Wer die empfehlenswerte Aktion darüber hinaus in seiner Nachbarschaft, in Schulen, Kindergärten oder in seiner Firma bekannt machen möchte, kann kostenloses Informationsmaterial wie Plakate, Flyer, spezielle Infos für Eltern und Pressevorlagen bestellen.

Spendenhilfe für Umwelt- und Entwicklungsprojekte in Bangladesch und Indien durch innovative Geschenkkarten

In weniger als sieben Wochen ist Weihnachten und jeder, der nicht in letzter Minute gestresst durch die überfüllten Läden hetzen möchte, beginnt schon jetzt, sich langsam Gedanken über mögliche Weihnachtsgeschenke für die Liebsten zu machen. Doch was schenkt man jemandem, der schon alles hat oder für den einem einfach keine passende Geschenkidee einfallen will? Individuell und persönlich soll das Geschenk natürlich sein. Und praktisch und nützlich möglichst auch. Diese Eigenschaften treffen ziemlich genau auf beliebte Weihnachtsgeschenke wie Socken, Krawatten und Weinflaschen zu. Doch mal ehrlich, wie viele Krawatten braucht der Beschenkte wirklich? Und wie viele dieser Verlegenheitsgeschenke landen letztendlich in der hintersten Ecke des Schrankes?
Eine schöne Alternative dazu ist die HelpCard der Andheri-Hilfe. Die karikative Geschenkkarte ermöglicht es, dem Beschenkten eine individuelle Freude zu machen und dabei gleichzeitig etwas Gutes zu tun.
Initiator der innovativen Spenden- und Geschenkidee ist die freie und unabhängige Andheri-Hilfe Bonn e.V. Die Organisation engagiert sich für Entwicklungszusammenarbeit in Indien und Bangladesch und arbeitet seit 1967 gemeinnützig. Als Zeichen geprüfter Spendenwürdigkeit und Seriosität wurde der Andheri-Hilfe das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen zuerkannt. Der Verein erhält unter anderem Unterstützung aus dem Etat des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie von der Kommission der Europäischen Union.
Beim Kauf der HelpCard kann sich der Schenker zwischen der digitalen E-HelpCard und der originalen Version „zum Anfassen“ entscheiden. Der Wert sowie der Text auf der Karte können individuell angepasst werden. Besonders persönlich wird das Geschenk durch das Kartenmotiv: Hier kann entweder eine der zahlreichen Vorlagen oder ein eigenes Bild als Motiv ausgewählt werden.
Nach dem Verschenken kann der glückliche Empfänger ein Projekt seiner Wahl auswählen und den Kartenwert dafür spenden. Auch hier ist die Auswahl der möglichen Hilfsprojekte sehr vielfältig: Die Umwelt- und Entwicklungsprojekte in Bangladesch und Indien decken Themen wie zum Beispiel Gesundheit, Selbstversorgung, Bildung und Einkommenssicherung ab. Alle Projekte verfolgen dasselbe Ziel: Die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in den betroffenen Regionen.
Dies wird auf vielfältige Art und Weise umgesetzt. Mit einer Spende von 10€ kann beispielsweise eine Familie in Indien einen Bio-Küchengarten anlegen, der sie dauerhaft mit Obst und Gemüse versorgt. Eine Spende von 17€ ermöglicht die Anschaffung eines Pelletkochers, mit dem indische Familien kochen können, ohne vorher mühselig Holz zu sammeln und sich täglich ungesunden Gasen und Rauch auszusetzen. Dadurch können außerdem bis zu 50% des bisherigen Brennmaterials eingespart und der Wald vor Abholzung geschützt werden. Weitere Hilfsprojekte unterstützen die Solarstromversorgung für Privathaushalte sowie die Renaturierung erodierter Landschaften.

Fashion meets Nachhaltigkeit: armedangels

Viele unserer Kleidungsstücke werden in Entwicklungsländern produziert. Die Rohstoffe dafür werden dort meist unter erbärmlichen Bedingungen hergestellt und die Menschen in der Fertigung verdienen so wenig, dass es nur knapp zum Leben reicht. Durch die daraus resultierenden Modeskandale aufgeschreckt, haben sich zwei Freunde vorgenommen, tragbare Streetfashion mit nachhaltigem Lebensstil zu verbinden.

Dazu brauchten sie zuerst einen Partner, der fair produziert und sich auf Baumwolle aus ökologisch verträglicher Landwirtschaft beschränkt. Alle sollten von der Herstellung des Produktes profitieren. Die Bauern, Näher, die Umwelt und selbst die Kunden, die an der Entstehung kreativ mitbeteiligt werden und so außerdem ihre Haut vor Pestiziden schützen. Es wurde eine Produktionsstätte gefunden und mit dem Fairtrade Label auch der passende Partner, um gegen die Mißstände in der Modeindustrie vorzugehen. Die gesamte Kollektion wurde zertifiziert und im Januar 2007 die Social Fashion Company gegründet. Diese brachte im September 2007 die erste Marke auf den Markt: Die armedangels.

armedangels

armedangels

Außerdem wird von jedem verkauften Kleidungsstück ein Euro an eines von drei Hilfsprojekten gespendet, wobei der jeweilige Kunde auf der Internetseite selbst entscheiden kann, wohin sein Geld gespendet wird. An Pratham e.V., ein Hilfsprojekt, das sich für die Schulbildung armer Kinder in Indien einsetzt, an Viva con agua, ein Hilfsprojekt, das die Menschen dieser Erde mit Trinkwasser versorgen will, oder an Trinkwasserwald e.V., welche sich mit der Umwandlung von Nadelwäldern in Mischwälder  in Deutschland und die damit einhergehende Verbesserung des Trinkwasser beschäftigen.

Durch Mode von armedangels wird den, an der Produktion beteiligten, Arbeitern ein Leben oberhalb der Armutsgrenze und ohne Ausbeutung ermöglicht. Dieses Konzept überzeugte auch viele Kunden und führte zur stetigen Expansion des Labels. Mittlerweile arbeiten die armedangels mit professionellen Models für ihre Kollektion zusammen und haben jede Menge prominente Unterstützer gefunden. Unter anderem tragen Thomas D, Cosma Shiva Hagen, Jürgen Vogel, Markus Kavka, Charlotte Roche, die Beatsteaks, Sibel Kekilli und 2raumwohnung bereits Mode von armedangels. Schaut auch mal rein, vielleicht ist was für Euch dabei und ihr könnt zum Fairtrade beitragen!