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Durch „grünes Management“ zum nachhaltigen Unternehmen

Langfristig gesehen führt umweltfreundliches Handeln an kaum einem Unternehmen vorbei. Der Trend und die Nachfrage nach grünen Produkten steigt und die Umweltstandards werden nach oben korrigiert, um die Umweltqualität zu steigern. Dabei liegen Ökologie und Innovation nah beieinander und können mit einem durchdachten Management zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Ein Unternehmen das Nachhaltigkeit anstrebt, sollte sich auf die Implementierung neuer Geschäftsmodelle konzentrieren und nicht wie es häufig gehandhabt wird, vorhandene Modelle lediglich zu überdenken. Interessant wird es allerdings, wenn neue Wege erschlossen werden.

Das Unternehmen FedEx überlegte sich nach dem Kauf der Copyshop-Kette Kinko’s einen neuen Geschäftsansatz und vereinte beide Geschäftsfelder, in dem es den Versand von Unterlagen mit der Möglichkeit Kopien am Zielort zu erzeugen, vereinte. Dadurch ergeben sich Vorteile, die für den Kunden einen großen Mehrwert bieten. Mehr Zeit zur Vorbereitung seiner Unterlagen, besserer Service, Qualität und geringere Transportkosten, machen die Dienstleistung umweltfreundlicher.

Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist der Ansatz vorhandene Modelle kritisch zu hinterfragen und den Kundenbedürfnissen anderweitig gerecht zu werden.

Viele Unternehmen realisieren nach und nach das Konsumenten umweltfreundliche Produkte vorziehen und ein Blick auf die größten Umweltprobleme zeigt, dass das nicht unberechtigt ist. Nach Autos sind Reinigungsprodukte in den USA die größten Verursacher von Umweltschäden. Marktforschungsanalysen ergaben hingegen das 25 bis 35 Prozent der Konsumenten Umweltaspekte in ihre Kaufentscheidung miteinbeziehen.

Eines der ersten Unternehmen das sich darüber Gedanken machte, war Procter&Gamble. Das Unternehmen fand bei der Bewertung seiner Produkte heraus, wie viel Energie bei der Produktverwendung aufgewandt werden muss. Die Erkenntnis war das sich durch das Waschen mit kaltem Wasser 80 Milliarden kWh Strom und 34 Millionen Tonnen CO2 einsparen ließen und daher die Idee zu einem Waschmittel kam, das auch bei niedrigen Temperaturen reinigt. Mit dem Waschmittel Ariel Cool Clean setze sich ein Trend durch, der vor allem durch die Energieeinsparung beim Waschen und die kompakte Verpackung, Verbraucher von dem Produkt überzeugt. Abzuwarten ist, ob die Kaltwäsche weltweit ihren Durchbruch schafft.

Die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte ist nur dann erfolgversprechend, wenn Verbraucherwünsche und Lebenszyklen der Produkte berücksichtigt und untersucht werden. Ein durchdachtes Marketing ist ebenso erforderlich wie der Zusammenschluss mit Organisationen, um auf unerschlossene Märkte vorzudringen. Viele Unternehmen werden früher oder später dazu gezwungen innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, die erfolgversprechend sind, wenn Nachhaltigkeit als Innovation verstanden wird.

Schützt unser Klima: Die 350 Initiative

Zur Einleitung das Video zur Kampagne:

350 ist eine Kampagne, die, ähnlich wie die WWF Earth Hour 2009™, zum Ziel hat, die weltweite Aufmerksamkeit auf die Dringlichkeit eines Kampfes für den Klimaschutz zu lenken. Anlässlich der UN-Weltklimakonferenz in Kopenhagen im Dezember diesen Jahres soll am 24.10.2009 der Weltklimaaktionstag stattfinden.

In Kopenhagen treffen sich in diesem Jahr die Verantwortlichen der Welt um über Maßnahmen des Klimaschutzes zu beraten. Hier wird das Nachfolgeprotokoll von Kyoto besprochen und somit ein Meilenstein zur Bekämpfung des Klimawandels gelegt. Nur ist entscheidend, zu welchen Maßnahmen sich die Länder bei dieser Konferenz durchringen können. Sind sie zu schwach, dann wird die Globale Erwärmung voranschreiten und unübersehbare soziale und wirtschaftliche Kosten verursachen. Sind sie zu stark, dann werden diese Maßnahmen an sich ebenfalls hohe wirtschaftliche und soziale Kosten fordern, da aufstrebende Länder wie Indien und China nicht westliche Standards erreichen können und die Industrieländer selbst ihre Güterproduktion stark einschränken müssen. Dieses Szenario wäre allerdings eine lose-lose Situation für alle Beteiligten und wird daher nicht eintreffen. Wofür wir einstehen müssen, ist eine angemessene Reaktion auf die Klimakrise. Hierfür müssen wir den Entscheidungsträgern die Dringlichkeit des Klimawandelproblems klar machen. Dafür setzt sich die 350 Initiative ein.

Warum 350?

350 Teilchen CO2 pro Million Teilchen (ppm=parts per million) dürfen laut einer Studie der führenden Klimaforscher der Welt in unserer Atmosphäre enthalten sein, damit das Klima unserer Erde annähernd gleich bleibt, der Klimawandel eingeschränkt und die Zivilisation, wie wir sie heute kennen, erhalten werden kann.

350 ppm wurde während der gesamten Existenz des Menschen auf dem Planeten Erde nicht überschritten – Mit Ausnahme der letzten Jahrzehnte. Genau genommen war der Wert während dieser gesamten Zeitspanne relativ konstant bei 275 ppm. Erst in den letzten 200 Jahren begann er zu steigen. Mittlerweile liegt er dank Industrialisierung und Überbevölkerung bei 385 ppm und steigt jährlich um weitere 2 ppm. Dieser Wert ist bereits weit entfernt von dem nachhaltigen Ziel von 350 ppm. Für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen setzt sich die 350 Initiative ein, damit der Zustand dieser Erde auch für nächste Generationen noch erhalten bleibt.

Das man den CO2-Ausstoß reduzieren muss, darin sind sich mittlerweile alle Wissenschaftler einig. Wie dies jedoch genau geschehen soll, da scheiden sich die Geister. Die Heinrich-Böll Stiftung hat dazu eine interessante Expertise herausgebracht, wie ein solches Regelwerk zur Co2 Begrenzung aussehen sollte.

Was kann ich tun?


Join me at http://www.350.org

Hier bietet die Initiative mehrere Alternativen an. Einerseits kann man am 24.10.2009 eine eigene Aktion starten und Fotos davon an die Organisation schicken. Diese übergibt sie dann an die Führungskräfte dieser Welt und wird ihnen so den Willen der Menschen zum Klimaschutz demonstrieren. Dabei sein ist alles! Die Initiativenseite hat dafür auch einige wertvolle Ideen parat.

Andererseite können Blogger und Webseiten Betreiber an der 350 Challenge teilnehmen. Diese wird von BrighterPlanet, der Kreditkarte und Klimaschutzprogramms der Bank of America gesponsert. Für jede Webseite, die das Banner einbindet, reduziert die Bank of America den Kohlenstoff um 350 Pfund. Dies entspricht dem Abschalten von 100 Glühbirnen für einen Tag. Das ist recht wenig und ist das Equivalent einer Spende von weniger als 3$ an Brighter Planet zur Reduzierung der Kohlenstoffes, aber immerhin etwas. Wenn alle größeren Unternehmen etwas Ähnliches unternehmen würden, und sei es nur als Marketingaktion, beziehungsweise Linkbaiting wie hier, dann könnte schon einiges für die Umwelt getan werden. Insgesamt haben das Banner auch bereits über 1600 Blogger und Webseitenbetreiber eingebunden. Es ist eine kleine Aktion, allerdings kann man auch hier eine kritische Menge an kleinen Aktionen erreichen, die dann in ihrer Summe etwas Großes bewirken können. Und wenn andere Unternehmen den Erfolg solcher Umweltaktionen sehen, werden sie ihrerseits eine nachhaltige Werbeaktion starten und so kann insgesamt doch viel für die Umwelt getan werden. Jeder Beitrag zählt und deshalb unterstützt der GreenBusinessBlog, natur+kosmos und kaufDA.de auch die 350 Initiative.

Brighter Planet's 350 Challenge

Am Wichtigsten ist es jedoch, die Öffentlichkeit über solche Aktionen zu informieren und die Aufmerksamkeit auf die dringliche Problematik des Klimawandels zu lenken. Dazu hat 350 auch einen E-Mail Vordruck angefertigt, den man leicht an alle seine Freunde, Geschäftspartner und Kollegen schicken kann.

Fashion meets Nachhaltigkeit: armedangels

Viele unserer Kleidungsstücke werden in Entwicklungsländern produziert. Die Rohstoffe dafür werden dort meist unter erbärmlichen Bedingungen hergestellt und die Menschen in der Fertigung verdienen so wenig, dass es nur knapp zum Leben reicht. Durch die daraus resultierenden Modeskandale aufgeschreckt, haben sich zwei Freunde vorgenommen, tragbare Streetfashion mit nachhaltigem Lebensstil zu verbinden.

Dazu brauchten sie zuerst einen Partner, der fair produziert und sich auf Baumwolle aus ökologisch verträglicher Landwirtschaft beschränkt. Alle sollten von der Herstellung des Produktes profitieren. Die Bauern, Näher, die Umwelt und selbst die Kunden, die an der Entstehung kreativ mitbeteiligt werden und so außerdem ihre Haut vor Pestiziden schützen. Es wurde eine Produktionsstätte gefunden und mit dem Fairtrade Label auch der passende Partner, um gegen die Mißstände in der Modeindustrie vorzugehen. Die gesamte Kollektion wurde zertifiziert und im Januar 2007 die Social Fashion Company gegründet. Diese brachte im September 2007 die erste Marke auf den Markt: Die armedangels.

armedangels

armedangels

Außerdem wird von jedem verkauften Kleidungsstück ein Euro an eines von drei Hilfsprojekten gespendet, wobei der jeweilige Kunde auf der Internetseite selbst entscheiden kann, wohin sein Geld gespendet wird. An Pratham e.V., ein Hilfsprojekt, das sich für die Schulbildung armer Kinder in Indien einsetzt, an Viva con agua, ein Hilfsprojekt, das die Menschen dieser Erde mit Trinkwasser versorgen will, oder an Trinkwasserwald e.V., welche sich mit der Umwandlung von Nadelwäldern in Mischwälder  in Deutschland und die damit einhergehende Verbesserung des Trinkwasser beschäftigen.

Durch Mode von armedangels wird den, an der Produktion beteiligten, Arbeitern ein Leben oberhalb der Armutsgrenze und ohne Ausbeutung ermöglicht. Dieses Konzept überzeugte auch viele Kunden und führte zur stetigen Expansion des Labels. Mittlerweile arbeiten die armedangels mit professionellen Models für ihre Kollektion zusammen und haben jede Menge prominente Unterstützer gefunden. Unter anderem tragen Thomas D, Cosma Shiva Hagen, Jürgen Vogel, Markus Kavka, Charlotte Roche, die Beatsteaks, Sibel Kekilli und 2raumwohnung bereits Mode von armedangels. Schaut auch mal rein, vielleicht ist was für Euch dabei und ihr könnt zum Fairtrade beitragen!

Earth Hour 2009. Macht mit!

kaufDA.de unterstützt als eines von wenigen deutschen Unternehmen die WWF Earth Hour 2009™. Setz auch Du ein Zeichen für den Klimaschutz! Mach mit bei der Earth Hour 2009 und zeig der Welt, dass auch Deutschland über die globale Erwärmung besorgt ist!

Worum geht es bei der Earth Hour?

In dem Artikel über die Earth Hour 2009 haben wir die Aktion bereits vorgestellt. Hierbei geht es darum, am 28.03.2009 um 20.30 Uhr alle Lichter auszuschalten, um ein Statement für unseren Planeten Erde und gegen den Klimawandel abzugeben. Dieser symbolische Akt soll den Teilnehmern der Weltklimakonferenz in Kopenhagen in diesem Jahr zeigen, dass sie die Unterstützung der Bevölkerung haben, gegen den Klimawandel vorzugehen. Schon letztes Jahr waren 50 Millionen Menschen dabei – und große Unternehmen wie Google. Das Ziel dieses Jahres ist es, eine Milliarde Menschen zum Ausschalten ihres elektrischen Lichts zu bewegen und so ein machtvolles Statement gegen die globale Erwärmung zu setzen.

kaufDA macht mit!

Dieses Vorhaben unterstützen wir von kaufDA.de. Deshalb werden wir am 28.03.2009 zur Earth Hour unseren Hintergrund schwarz färben, sowie in den Büroräumen alle elektrischen Geräte ausschalten.

Ausserdem haben wir den regierenden Bürgermeister von Berlin sowie weitere ökologisch-ökonomische Unternehmen aus unserem Umfeld zur Teilnahme eingeladen. Aber ebenso laden wir alle umweltbewussten Menschen und Unternehmen dazu ein. Wir würden uns freuen, in den Kommentaren von weiteren Menschen und besonders auch Unternehmen zu hören, die bei dieser Aktion mitmachen.

Einige bekannte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel der UN – Generalsekretär Ban Ki-Moon haben sich bereits für die Earth Hour ausgesprochen:

Wie kann man mitmachen?

1. Am 28.03.2009 um 20.30 für eine Stunde das Licht und alle anderen elektrischen Geräte ausschalten!

2. Freunde, Bekannte, Kommilitonen und Kollegen zum Mitmachen bewegen!

3. Über die Aktion bloggen und berichten!

Wer noch mehr tun möchte, kann sich auf der Internetseite der Earth Hour 2009 informieren oder auch dem jeweiligen Verantwortlichen in Ihrer Stadt einen vorgefertigten Brief oder E-Mail schreiben, der zur Teilnahme an der Earth Hour einlädt.

Warum schläft Deutschland zur Earth Hour?

Dies ist insbesondere notwendig, da es in Deutschland erst sehr wenige Unterstützer für dieses sinnvolle Projekt gibt. Deutschland präsentiert sich in der Welt als Vorreiter beim Umweltschutz, nur bei einer solch einfachen und bemerkenswerten Aktion macht bisher außer der Stadt Hamburg kaum jemand mit. Diese Grafik zeigt unsere europäischen Nachbarn und ihr jeweiliges Engagement. Ein EH symbolisiert jeweils eine Aktion, beziehungsweise Stadt, die an der Earth Hour teilnimmt:

Earth Hour Teilnehmer

Earth Hour Teilnehmer, wo ist Deutschland?

Eine Woche Zeit haben wir noch, um der Welt zu zeigen, dass auch wir wegen dem Klimawandel besorgt sind. Wir rufen alle auf, bei der Earth Hour mitzumachen!

Nachhaltig Feiern!

Im September 2008 hat in Rotterdam der Club Watt seine Tore geöffnet. Die Betreiber bewerben ihren Club mit dem Slogan “Die erste nachhaltige Disco der Welt”. Doch wie wird ein solches Konzept umgesetzt? Eine Disco verbraucht normalerweise eine Menge Strom. Diesen nachhaltig herzustellen, ist schwierig. Hierfür haben holländische Wissenschaftler jetzt eine neue Technologie entwickelt:

Jeder Schritt, jeder Fußabdruck, den wir machen, hinterlässt Energie. Nun ist es durch den Einsatz neuer Materialien gelungen, diese Energie zu speichern. Die Vibrationen im Boden, die durch das Tanzen entstehen, werden zu Strom konvertiert. So versorgt sich der Club zum Teil selbst. Laut Betreiberangaben wird im Watt 30 % weniger Strom verbraucht, als in einer konventionellen Disco. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch Geld.

Als weitere Nachhaltigkeitsmaßnahme werden an den Bars nur wiederverwertbare Hartplastikbecher verwendet und beim Einkauf auf möglichst sparsame und umweltverträgliche Einheiten geachtet. Ein umschnallbarer Becherhalter soll die Gäste zusätzlich dazu bewegen, die Getränkebecher mehrmals zu benutzen. Dies spart Wasser. Auch in den Toiletten wird gespart: Der Schweiß der Tänzer soll als Kondenswasser aufgefangen und für die Spülungen verwertet werden. Da dies nicht ganz reicht, wird auch Regenwasser hierfür verwendet.

Insgesamt kommen die Betreiber so auf Einsparungen von:

- 30 % weniger Energie als ein vergleichbarer, konventioneller Club

- 50 % weniger Wasser

- 50 % weniger Abfall

- 30 % weniger CO2 Emissionen

Jetzt kann man auch mit gutem Gewissen feiern!

Einer für Alle, Alle für Einen!

John F. Kennedy sagte schon 1963 „…our most basic common link is that we all inhabit this small planet…”. Dies bekommen wir immer deutlicher zu spüren. In den letzten Jahrzehnten hat die Menschheit Raubbau an der Natur betrieben und hat heute immer mehr mit den Folgen zu kämpfen. Das Ozonloch wird größer, die Biodiversität nimmt rapide ab und der Klimawandel schreitet voran, um nur einige wenige zu nennen. Dieser Entwicklung kann man nicht alleine entgegen treten. Das Umweltbewusstsein muss gestärkt und Nachhaltigkeit Grundlage menschlichen Handelns werden.

Hier hat sich besonders in den letzten Jahren viel getan. Auch Unternehmen, deren vorrangiges Ziel bisher immer eine Gewinnmaximierung, meist auf Kosten der Umwelt, war, engagieren sich heute für den Umweltschutz. Corporate Social Responsibility, kurz CSR, ist seit 2001 im Grünbuch der Europäischen Kommision als Konzept verankert, welches Unternehmen auf freiwilliger Basis als Grundlage dient, ökonomische, ökologische und soziale Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren. Durch gesteigertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung ist eine hohe CSR heute auch gleichbedeutend mit guter Öffentlichkeitsarbeit und dadurch auch Werbung für das Unternehmen. Dies ist ein starker Anreiz für Firmen nachhaltig zu arbeiten. Das Krombacher Regenwald Projekt oder die „Mach’s Grün“ Initiative von kaufDA.de sind Beispiele, wie ein ökologisches Projekt mit Werbung verbunden werden kann.

Bei diesen Projekten geht es darum, mit vielen kleinen Einzelaktionen eines Jeden ein großes gemeinsames Ziel zu erreichen. Ähnlich aufgebaut ist auch die Aktion, die ich heute hier kurz vorstellen möchte, nämlich die WWF Earth Hour 2009™. Hierbei geht es darum, eine Milliarde Menschen dazu zu bewegen, am 28.03.2009 um 20.30 Uhr das Licht für eine Stunde aus zu schalten. Die Earth Hour begann 2007 mit einer Stadt, Sydney, die für eine Stunde Ihre Lichter ausgeschaltet hat, wie in diesem Video zu sehen ist:

Der Hintergrund dessen ist, nicht einfach nur Strom zu sparen, sondern auch, allgemeines Interesse am Verhindern des Klimawandels zu zeigen. Unter dem Slogan „Vote for Earth“ wird dafür geworben, der globalen Erwärmung den Kampf anzusagen. Das Ergebnis dieser „Wahl“ wird den Vertreter der Global Climate Change Conference in Kopenhagen in diesem Jahr vorgetragen, als Appell entschiedener gegen den Klimawandel vorzugehen und den CO2 Ausstoß stärker zu verringern. Auf dieser Konferenz wird nämlich der Nachfolger des Kyoto-Protokolls beschlossen. Auch wird dadurch der weltweite Stromverbrauch zumindest für eine Stunde drastisch gesenkt. Da die Kraftwerke eine der Hauptverursacher des anthropogenen Treibhauseffektes sind, hat auch dies eine, wenn auch geringe, Auswirkung auf unsere CO2 Bilanz.

Als anthropogenen Treibhauseffekt bezeichnet man die menschengemachte Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes, welcher für das Leben auf der Erde unerlässlich ist, durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Der anthropogene Treibhauseffekt bewirkt, bei einer Verdopplung der CO2 Konzentration in der Erdatmosphäre, eine langfristige Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde um 2° – 4,5° C. Wobei die Kohlenstoffdioxidemissionen der Menschheit weiterhin steigend sind, obwohl eine solche Temperaturerhöhung fatale Auswirkungen auf sämtliche Ökosysteme des Planeten Erde hat. Schmelzende Polkappen und dadurch steigender Meeresspiegel, Zunahme extremer Wetterbedingungen und Versauerung der Ozeane, um nur einige zu nennen. Der Bedarf zum Handeln und zur Beschränkung der Emissionen ist erkannt, auch dank neuer ökonomischer Kalkulationen über die Kosten des Klimawandels. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten einer ungebremsten globalen Erwärmung bis zum Jahr 2050 auf 200 Billionen US-Dollar. Dagegen wirkt die heutige riesige Wirtschaftskrise klein. Die Kosten zum Handeln sind hier geringer als die Kosten, welche weiteres Dulden der Emissionen verursachen würden. Auch bietet Handeln in diesem Bereich, die Möglichkeit für viele neue innovative Geschäftsmodelle. Die Earth Hour 2009 soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Problematik des Klimawandels lenken und für Nachhaltigkeit werben:

Auch ist die Earth Hour 2009 ein guter Weg für Unternehmen ihre CSR wahrzunehmen. Im Jahr 2008 haben 18.231 Unternehmen teilgenommen, dieses Jahr haben sich bereits 15.729 registriert. Selbst multinationale Konzerne wie Google haben ihre Unterstützung im letzten Jahr dadurch gezeigt, dass sie den Hintergrund ihrer Webseite schwarz gefärbt haben, als Symbol für das Ausschalten des Lichts. Auch schalten viele Städte die Beleuchtung ihrer jeweiligen Wahrzeichen für diese Stunde aus. So werden unter anderem an der Golden Gate Bridge, der Akropolis oder dem Empire State Building alle Lichter ausgehen. Mit dem Internet haben solche globalen Aktionen das ideale Medium der Verbreitung und Bekanntmachung gefunden. Durch virales Marketing werden mehr Menschen erreicht, als jemals zuvor. Dadurch wird die Wirkung solcher Aktionen vervielfacht und sie können durch die Zusammenarbeit vieler ihre ambitionierten Ziele erreichen.

Wer sind wir? Und warum Green Business?

Noch nie war unsere Umwelt so hohen Belastungen ausgesetzt wie heute. Die Tendenz ist weiter steigend. Immer mehr Lebensmittel und Materialien für zivilisatorische Errungenschaften müssen in immer kürzerer Zeit bereitgestellt werden. Diesem stetigen Anstieg des Resourcenbedarfs steht eine immer gravierender werdende Resourcenknappheit entgegen. Auch sind die damit einhergehenden Umweltverschmutzungen dramatisch. Deshalb müssen neue Wege gefunden werden, unsere Bedürfnisse zu befriedigen und gleichzeitig die Möglichkeiten zukünftiger Generationen dazu nicht zu beeinträchtigen. Einige Studien gehen sogar davon aus, dass ein stabiler Zustand bei der hohen Anzahl Menschen auf der Erde nicht mehr möglich ist und ein Kollaps unausweichlich. Das sollte für alle jedoch nur noch ein viel größerer Ansporn sein, möglichst umweltverträglich zu leben. In den letzten Jahren wurde auf diesem Gebiet schon einiges erreicht, jedoch muss noch viel mehr getan werden. Nachhaltigkeit sollte alle Aspekte menschlichen Handelns beeinflussen. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Mit der Diskussion insbesondere über den Klimawandel und die globale Erwärmung als Folgen der zivilisatorischen Umweltbelastungen hat dieses Bewußtsein auch die breite Öffentlichkeit erreicht. Modelle für nachhaltiges Leben müssen entworfen und umgesetzt werden. Hierbei kann jeder mitwirken, denn viele kleine Aktionen zusammen haben eine große Wirkung für unseren gemeinsamen Planeten Erde.

Multiplikator für Nachhaltigkeit

Multiplikator für Nachhaltigkeit

Daher sind wir, die Juno Internet GmbH, über eine ökologische Grundidee zu unserem ökonomischen Modell gekommen. Der Hintergrund war eine Amerikareise, auf der wir mit besonderer Deutlichkeit auf die Papierverschwendung durch Werbeprospekte aufmerksam wurden, da diese Art der Werbung in Amerika noch viel stärker betrieben wird. Die Papierindustrie ist der fünftgrößte Stromverbraucher weltweit sowie sehr resourcenintensiv. Eine Einschränkung in diesem Bereich könnte also der Umwelt hohe Belastungen ersparen. Da jedoch weder die Industrie noch die Konsumenten auf Werbeprospekte verzichten wollen, die Einen zu Werbezwecken, die Anderen zu Informationszwecken, muss ein neuer Weg gefunden werden. Hierbei helfen vielfach neue Entwicklungen oder Erfindungen. So auch in diesem Fall. Das Internet ist das perfekte Medium, um sowohl die unternehmerische Seite als auch die Konsumenten zu befriedigen. Deshalb haben wir beschlossen, Werbeprospekte auf der Internetseite “kaufDA – Die besten Angebote in Deiner Stadt” gesammelt online zur Verfügung zu stellen und auf die Umweltbelastungen durch Werbeprospektproduktion aufmerksam zu machen. Hierfür haben wir die “Mach’s Grün” Initiative gestartet, mit der wir die unadressierte Zusendung von Werbeprospekten vermeiden wollen, da diese meist ungelesen im Papierkorb landen. So bietet Innovation oft die Möglichkeit nachhaltige Wege zu gehen und als öko-ökonomisches Unternehmen neue Geschäftsideen zu entwickeln.

Nachhaltigkeit für die Zukunft

Nachhaltigkeit für die Zukunft

Die Idee Ökonomie sinnvoll mit Ökologie zu verbinden hat auch natur+kosmos überzeugt. Deshalb haben wir in Kooperation beschlossen, mit dem Green Business Blog über öko-ökonomische Unternehmen und Aktionen zu berichten, sowie neue innovative Ideen vorzustellen. Viel Spaß beim Stöbern, Ideensammeln und mitmachen.