Rock for Nature oder wie man Musik, Kultur und klimafreundliches Verhalten zusammen bringt

Musik, Filme und Festivals in Verbindung mit der Natur? Eigentlich erwartet man von einem Festival, dass die Natur danach alles andere als sauber aussehen wird. Menschen haben Ihren Spaß, es fallen Müllreste von Alkohol und Zigaretten auf den Boden und die Fläche wird stark beansprucht. Doch weit gefehlt. Die Umwelt kann durch derartige Veranstaltungen nicht nur zerstört werden, sondern sogar erhalten werden. Der Trend von Festivals geht eindeutig in Richtung umwelt- und klimafreundlich. Viele Konzerte und Festivals sind extrem kostenintensiv, wenn das Event allerdings noch als etwas Sinnvolles genutzt wird, umso besser.

Im Zuge dessen haben es sich einige Veranstalter zur Aufgabe gemacht, ökologisches Bewusstsein, Musik und Kultur zu verbinden und sich gegenseitig ergänzen zu lassen. Schon die Voraussetzungen um so ein Festival zu organisieren unterliegen ökologischen Aspekten. Umweltfreundliche Stromversorgung, Beleuchtung aus Solarenergie bzw. Energiesparlampen, laufende Reinigung des Geländes und Abfallvermeidung durch Pfandsysteme und Mehrwegpackungen sind nur einige Wenige davon. Die Wahl des Geländes wird ebenfalls nach bestimmten Kriterien ausgewählt, damit Brutzeiten bestimmter Tierarten nicht gestört werden oder auch in Wasserschutzgebiete nicht geschädigt werden.

Während des Festivals werden zusätzlich zur Musik Workshops angeboten, die die Beteiligten spielerisch und ohne moralischen Appelle die Thematik näher bringen sollen. Festivals sind dafür optimal, da Jugendliche sich zwanglos und vor allem aus freiem Wille unter Gleichgesinnte begeben und die Freiheit der Natur und Musik genießen können.

Auch den Veranstaltern des bekannten Melt- Festivals, lag es daran dieses klimafreundlich zu gestalten. Dabei können die Veranstalter und Teilnehmer schon innerhalb dieser drei Tage über 1.000 Tonnen CO2 mindern, was zum Vergleich bei 470 Reisen mit dem Flugzeug von Berlin nach New York entsteht. Unter anderem überlegten sich die Melt- Organisatoren und die Green Music Initiative die Aktion des „Festival- Hotelzug“, der für einen geringen Preis zum Beispiel von Köln direkt zum Veranstaltungsort und wieder zurück fuhr und obendrein als Zug für die Übernachtung galt. Damit konnten die Veranstalter bereits dem stärksten Verursacher des enormen CO2- Ausstoßes entgegen halten – den unzähligen Autos, die die Festivalfreunde an den Zielort bringen . Aber auch jeder einzelne Musikfan kann etwas tun und Berechnungen zur Folge dabei 54kg CO2 einsparen. Dies beginnt schon bei der Wahl des Transports, der Zubereitung von Mahlzeiten bis hin zum eigenen Verhalten und Bewusstsein an diesen Tagen.

Jährlich findet ebenfalls das Umweltfestival in Berlin statt, welches Europas größte ökologische Ereignismeile ist und den Besuchern leckere Speisen aus ökologischem Landbau und artgerechter Tierhaltung anbietet, Informationsangebote zum nachhaltigen Konsum. Interessante und wirkungsvolle Themen ganz einfach verbunden mit Straßentheater und Livemusik.

Um als umwelt- und klimafreundliches Festival zu gelten und sich finanzieren zu können, unterstützen dies auch zahlreiche Organisationen. Von staatlicher Seite z.B. das Bundesumweltministerium sowie anderen Organisationen und Plattformen zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche, wie die Initiative Sounds for Nature oder Green Music.

Auch Anbieter ökologischer Erzeugnisse finden einen Platz auf diesen Festivals und haben die Möglichkeit dort ihre Produkte, die von Kleidung bis hin zu Lebensmitteln reichen, zu präsentieren und offene Menschen jeden Alters anzusprechen.

Auch diese Anbieter und weitere Unternehmen unterstützen klimafreundliche Festivals und Events.

Umweltfreundliche Festivals sind somit nicht nur ein Event, sondern bringen Natur, ökologisches und umweltbewusstes Denken und den Mensch in Kombination mit Musik und Kultur zusammen. Langfristig können hier nicht nur recht einfach CO2-Emissionen verringert werden, sondern auch eine ein wenig gesellschaftliches Bewusstsein.

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