Green Summer oder „wie genieße ich den Sommer ein wenig umweltfreundlicher“

Die Fußball-WM ist nun vorbei und viele denken sicherlich nach den vergangenen euphorischen vier Wochen, dass nun auch Schluss mit dem Sommermärchen ist. Jedoch weit gefehlt. Der Sommer ist da und hat uns auch die kommenden Wochen fest im Griff – und das ist auch gut so. So haben sich ein paar Tüftler schöne und „grüne“ Produkte ausgedacht, um uns das Leben bei 32°C und mehr noch ein wenig zu verschönern.

Jospeh Palmer hat beispielsweise die Recycling Flip-Flops ausgedacht. Wer im ersten Moment an Schuhe aus Ökopapier oder ähnlichem denkt, irrt sich gewaltig. Die Chop-Flops sind Flip-Flops, die aus Kork, Asia-Stäbchen, Zahnseide und Rucksackgurten bestehen. Neben einer kleinen Fußmassage sind diese Schuhe komplett recyclebar, sehen super aus und sind einfach eine tolle Idee. Da fragt man sich nur wie Mr. Palmer darauf kam – vielleicht ist er ja ein großer Fan des asiatischen Fast Food Lieferservices?

Kaufen kann man die Chop-Flops bislang leider noch nicht, aber dieses innovative Produkt wird sich sicherlich durchsetzen und ist vielleicht schon kommenden Sommer auch bei uns erhältlich.

Man stelle sich nun also vor, dass man sich mit seinen Chop-Flops auf den Weg ins Grüne macht und sich bei 32°C mit Freunden oder Familie im Park tummelt. In lauschiger Runde kommt aber auch schnell der Hunger und was ist da angesagter als Grillen? Wer also im Park grillt, kann ganz einfach auch etwas für die Umwelt tun. Die notwendige Grillkohle sollte beispielsweise das FSC Siegel haben (Forest Stewardship Council), das garantiert, dass die Holzkohle aus biologischem Holzanbau stammt.

Und wo kommt das Fleisch her? Discounter haben zwar vermeindlich gute Angebote, aber es gibt viele zertifizierte Metzgereien, die Bio-Fleisch verkaufen, das sich eindeutig im Geschmack vom üblichen Supermarkt-Grillgut unterscheidet und ganz so teuer, wie man denkt, ist es auch nicht.

Man sitzt, man trinkt, man isst und irgendwann passiert das Unvermeidliche – die Natur ruft. Doch wo ist die nächste Toilette? Auch hier kann Abhilfe geschaffen werden, denn Anders Wilhelmson, Architekt und Professor in Stockholm, hat das „Peepoo“ erfunden. „Peepoo“ ist eine Einwegtoilette, die menschliche Exkremente kurz nach dem Stuhlgang keimfrei macht und dadurch verhindert, dass die nähere und weitere Umgebung verunreinigt bzw. vergiftet wird. Der Gedanke dahinter ist die Verunreinigung durch Trinkwasser in Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese Einwegtoilette ist nicht nur problemlos zu handhaben, sondern auch in der Produktion unglaublich günstig. Mit einem solchen innovativem Produkt könnte man unter Umständen verhindern, dass 1,5 Millionen Kinder jährlich an Erkrankungen durch verseuchtes Trinkwasser sterben. Für unsere kleinen Park-Probleme wäre jedoch Peepoo auf jeden Fall ebenso nützlich und so mancher Camper oder Liebhaber von Waldspaziergängen, wäre sicherlich ebenso dankbar.

Der Abend naht und die Stimmung steigt oft, dank dem ein oder anderen alkoholischen Getränk noch etwas mehr. Freunde von Bier und Cocktails können in Zukunft auch „grün“ genießen. Es gibt inzwischen Bio-Brauereien, die eine große Anzahl an verschiedenen Bio-Bieren haben, natürlich mit dem Bio-Siegel zertifiziert. Cocktail-Fans kommen selbstverständlich auch nicht zu kurz. Bio-Säfte haben schon lange den Markt erobert aber es gibt sogar in deutschen Gefilden inzwischen eine Distillerie im bayerischen Wald, die Bio Vodka, den „Green Ribbon Vodka“, herstellt. Doch wie wird Alkohol so bio? Ökologisch angebautes Getreide von lokalen Bauern, zertifizierter Bioalkohol und quellreines Wasser machen die Cocktailfreude schnell ökologisch und umweltbewusst. Genuss ohne schlechtes Gewissen sozusagen. Wer kein Liebhaber von Vodka ist, kann sich als Alternative auch am Absinth versuchen.

Summa summarum kann man sagen, dass es ganz einfach ist diesen Sommer zu einem „Green Summer“ zu machen. Und wer jetzt noch den passenden Park für lauschige Sommernachmittage und Abende sucht, kann gleich eine der bereits vorgestellten grünen Suchmaschinen nutzen!

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