Vuvuselas, Autofahnen und euphorische Fangesänge sind aktuell wohl kaum noch wegzudenken. Da man davon ausgehen darf, dass es unsere Nationalmannschaft doch noch ins Achtelfinale schafft, haben es lärmempfindliche Menschen wohl noch etwas länger schwer. Und da es nicht anders zu erwarten ist, schlägt unsere internetaffine Mediengesellschaft die neusten Spielergebnisse nicht nur im Videotext oder in der Zeitung nach, sondern sucht zu auch Hause oder auf der Arbeit im Internet. Unser aller Freund Google steht einem natürlich mit Rat und Tat zur Seite. Doch kann man bei der Suche nach den neuesten Spielresultaten, den Leistungen der Lieblingsspieler oder der Suche nach neuen Fußballtippgemeinschaften nicht auch noch der Umwelt etwas Gutes tun? Nein? Oh doch – das kann man!
Bereits in den vergangenen zwei Jahren haben „grüne Suchmaschinen“ auf sich aufmerksam gemacht. Im ersten Moment für viele vielleicht etwas befremdlich, doch im Großen und Ganzen eine gute Sache. Der Harvard Physiker Alex Wissner-Gross veröffentliche bereits vor einiger Zeit einen Artikel in der britischen „Times“, in dem es einige Überschlagsrechnungen zum CO² Ausstoß von Websites und Suchmaschinen-Anfragen gab. Laut dieser Rechnungen stößt beispielsweise eine komplexe Website bis zu 300mg CO² pro Sekunde aus. Google Anfragen sollen sogar bis zu 10000mg ausstoßen (nach eigenen Angaben von Google sind es jedoch nur 0,2 Gramm pro Suchanfrage). Doch woran liegt es, dass überhaupt CO2 ausgestoßen wird?
Bei jeder Anfrage über eine Suchmaschine oder beim Betrachten einer Website werden nicht nur die eigenen Computer beansprucht, sondern auch die Server, die die Seiten oder die Suchanfragen verwalten. Somit wird Energie verbraucht und damit auch Kohlenstoffdioxid. Wieviel CO2 eine Website nun wirklich ausstößt, sei letztendlich dahingestellt. Nichtsdestotrotz versuchen grüne Suchmaschinen dagegen zu agieren. Es gibt drei Kategorien der Suchmaschinen.
Zum einen die „Weltverbesserer-Seiten“, die Gewinne oder Prozente ihrer Einnahmen an wohltätige Zwecke spenden oder in Aufforstungs-Projekte investieren, wie z.B. „EcoSearch“ oder „Forestle“. Andere Suchmaschinen, wie „Ecoseek“ stürzen sich auf „grüne Suchergebnisse“, d.h. dass sich die Suchergebnisse nur auf Informationen oder Produkte von „grünen“ Anbietern beschränken. Die letzte Gruppe bedient sich ökologischer Ansätze, sodass beispielsweise pro 1000 Suchanfragen Bäume gepflanzt werden oder Zertifikate für erneuerbare Energien erworben werden. Beispiele hierfür sind „Znout“ oder „echocho“.

Egal für welche Suchmanschine man sich entscheidet – schaden kann es sicherlich nicht. Und wer nun über eine grüne Suchmaschine nach Statistiken oder Spielübersichten unserer deutschen Elf sucht, tut auch noch etwas für die Umwelt.
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