Ökolonomisch – grüne Innovationskraft in Deutschland!?

Ökologische Geschäftsideen zur Erreichung ökonomischer Ziele

Immer mehr Unternehmen jeder Art in Deutschland stellen sich ihrer Verantwortung gegenüber unserer Umwelt – ein In-Thema und doch mittlerweile fast ein alter Hut.

Doch welche Überzeugungen stecken hinter den Aktivitäten vieler Unternehmen? PR oder echte Anliegen? Fähnchen im Wind oder tiefgreifende Umbrüche im ökonomischen Denken? Häufig sind die Motive undurchsichtig und die Beurteilung schwierig.

Gleichzeitig kann ein Umdenken nicht von den Spitzen der Pflanze verordnet werden – es muss bis in die Wurzeln gehen. In einer individualistischen, selbstbestimmten Gesellschaft resultiert das akzeptierte Geschäftsgebaren aus den Überzeugungen und Verhaltensweisen der Menschen. So machen in einem Unternehmen alle Mitarbeiter dessen Kultur aus. Die besten Ansätze des nachhaltigen Wirtschaftens laufen Gefahr als PR-Maßnahmen in den Tiefen der Budgets ein trauriges Dasein zu fristen, wenn die Mitarbeiter in einem Unternehmen die Überzeugungen und Ziele nachhaltigen Handelns nicht teilen. Denn nur wenn das der Fall ist, ergibt sich langfristig die Einheit aus reellen ökologischen und ökonomischen Verbesserungen sowie einer authentischen Wirkung nach Außen.

Die Verantwortung gegenüber der Umwelt sollte somit im Idealfall tief im Selbstverständnis eines Unternehmens und jedes seiner Mitarbeiter verankert sein.

Man kann nicht von jedem Unternehmen ein sofortiges, derart tiefes Umdenken verlangen. Unternehmenskultur ist ein organisches Geflecht das – einmal gesetzt – viel Zeit für Veränderungen braucht. Einfacher haben es da jüngere Unternehmen, deren Kultur sich entwickelt und noch wächst. Noch einen Schritt weiter findet man heutzutage vermehrt Unternehmen, bei denen die Verbindung von ökologischen und ökonomischen Zielen im Handeln ein Teil ihrer ,raison d‘être‘ ist. Unternehmen, die nicht nur auf den Trend-Zug aufspringen sondern deren Geschäftsmodelle bereits auf ökologischen Zielfunktionen basiert. Diese Unternehmen machen sich ohne Zweifel den steigenden Nachhaltigkeits-Trend zu Nutze und punkten damit nicht nur bei Kunden und Partnern, sondern können auch auf politische Unterstützung hoffen. Sie zeichnen sich aber auch automatisch durch eine intrinsische Unternehmenskultur nachhaltigen Wirtschaftens aus.

Besonders in den USA gibt es bereits eine Vielzahl von Geschäftsmodellen mit ökologischem Fokus. Ein Beispiel ist Green Concierge Travel, eine Art grüner Reise-Coach. Für jegliche Art von Reisen findet man hier Angebote und Tipps für ökologisches Reisen. ,Ecotravel‘ und ,Ecotourism‘ heißt die Devise. Im Vordergrund hierbei steht nicht nur das Reisen selbst, sondern auch die Möglichkeit am jeweiligen Zielort wie Zuhause Unternehmen zu unterstützen, die einen ökologischen Lebensstil unterstützen – vom umweltfreundlichen Reinigungs-Service ohne giftige Chemikalien, bis zum Restaurant, das ausschließlich auf lokale Erzeuger zurück greift. Aber auch hierzulande stehen die Zeichen gut, solche Dienstleistungen auch in Deutschland weiter zu etablieren. Nicht zuletzt ist Deutschland eines der „grünsten“ Länder. Im Pendant zu Green Concierge Travel steht mit einer ähnlichen Geschäftsidee das Unternehmen Colibri Umweltreisen. Dies kompensiert die Klimabilanz von Flugreisen durch Baumpflanzungen: bei einem Flug innerhalb Europas werden 50 Bäume pro Person gespendet, bei einem Langstreckenflug 100 Bäume pro Person.

Viel unternehmerische Energie in Deutschland zielt darauf ab ökologische Grundsätze mit ökonomischen Zielsetzungen zu verbinden. Ich habe mich viel mit diesem Thema beschäftigt, aber mich würde interessieren, welche Unternehmen Ihr vielleicht noch kennt, die solch einen Ansatz in ihrem Geschäftsmodell verfolgen.

Ich würde mich freuen Kommentare von Euch zu diesem Thema zu bekommen und bin sehr gespannt auf Eure Meinung und die Firmen, die Ihr noch kennt.

Zeigt mir die ökolonomische Innovationskraft Deutschlands!

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