Monthly Archive for Januar, 2010

Green GoodGuide – Produktdatenbank mit dem grünen Daumen

Portale die es ermöglichen alle möglichen Produkte zu bewerten, gibt es wie Sand am Meer. Doch keines davon hat bisher unter CSR-Aspekten (Corporate Social Responsibility) Produktbewertungen ermöglicht. Die Bewertungsplattform GoodGuide veröffentlicht Produktkriterien wie Inhaltsstoffe, vergleicht mit anderen Produkten und nach Aspekten wie: Gesundheit, Umwelt und Sozialverträglichkeit. Das heißt also, ein Produkt das gesundheitstechnisch hoch geratet ist, erfüllt den Anspruch an ein qualitativ, hochwertiges Nahrungsmittel, ohne schädliche Inhaltsstoffe. Umweltfreundliche Produkte werden ressourcensparend hergestellt. Die Produktion ist energie- und wassersparend und verzichtet auf schädliche Abfallprodukte. Produkte die sozialverträglich gut gerankt sind, werden verbunden mit einem guten Kundenservice, Qualität, Sicherheit und guten Arbeitskonditionen für Arbeiter, die an der Produktherstellung mitwirken.

Die Bewertungen stammen aus öffentlichen Datenquellen, die sich mit der Thematik umweltbezogene Produktkriterien beschäftigen. Mehr als 60.000 Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Hygieneartikel, Reinigungsmittel und Spielzeug sind in der GoodGuide Datenbank verzeichnet, die innerhalb einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden. Das System funktioniert und der Nachhaltigkeitsfaktor den das Unternehmen anstrebt, lässt darüber hinweg sehen, dass GoodGuide auch daran interessiert ist Geld zu verdienen. Doch der Grundgedanke CSR-Kriterien als Standard bei der Bewertung von Produkten zu integrieren, ist ein innovativer und überzeugender Ansatz.

Start green, Go green – 100% ökologische Produkte

TerraCycle ist eines der ökologischsten ehemaligen Start-Ups aus den USA. Nichts ungewöhnliches, denn die Geburtsstätte innovativer Geschäftsideen liegt nicht selten in einem Land, in dem Unternehmerkultur groß geschrieben wird. So entstand auch TerraCycle aus einer Idee zweier Studenten, Jon Beyer und Tom Szaky, der Princton Universität. Mit ihrer Geschäftsidee haben sie eine Marktnische entdeckt, die zudem unter ökologischen Aspekten mehr als innovativ ist. Der Ansatzpunkt den die Beiden mit ihrem heute mehr als erfolgreichen Unternehmen verfolgen, ist so unglaublich einfach, aber dennoch effektiv. Hier könnte der Spruch „Müll ist manchmal Gold wert“ problemlos als Leitsatz gelten, denn die angebotenen Produkte bestehen alle aus recyceltem Müll. Diese Form der Wiederverwertung scheint gut anzukommen. Nur so lässt sich der hohe Umsatz, der sich auf mehrere Millionen US-Dollar beläuft und der Anklang den das Unternehmen findet, erklären.

Was sonst am Straßenrand liegt und keiner beachtet, wird nach dem es die TerraCycle Produktion durchlaufen hat, meist zu einem Verkaufsschlager. Zudem sind die „Abfallprodukte“ sehr preiswert und vor allem individuell. Ob stylische Lautsprecher aus Tetrapack, Taschen aus Altpapier oder Blumentöpfe aus alten PCs, jeglicher Müll ist für das Unternehmen recycelbar.

Bei vielen Produkten bleibt natürlich die Frage, wo die Menge an verarbeitetem Müll herkommt, wenn nicht selbst in den Mülltonnen auf den Straßen zu kramen. Ganz einfach, TerraCycle kooperiert mit Schulen und Kindergärten, die Tetrapacks, Plastik und andere Verpackungen sammeln und dafür mit kleinen Geldbeträgen entlohnt werden.

Doch wie kommt man als junger Akademiker auf so eine außergewöhnliche Geschäftsidee?

Der Anfang war die Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben mit einer ungewöhnlichen Idee. Die Abfälle der Uni Mensa verfütterten die gewitzten Studenten an Würmer, um aus deren Abfallprodukte wiederum einen pflanzlichen und 100% biologischen Dünger herzustellen.

Die positive Resonanz, das Engagement des Unternehmens und die einzigartigen Produkten haben dazu beigetragen, dass es TerraCycle Produkte bereits in die Warenregale amerikanischer Groß-Supermärkte geschafft haben. Das Konzept ist durchdacht und die Idee überzeugt auf ganzer Linie.

Tom Szaky hat ein Buch geschrieben „Revolution in a Bottle: How TerraCycle Is Redefining Green Business“, in dem er darüber schreibt, was eines der coolsten Start-Ups in Amerika so erfolgreich macht. Er merkt an, dass ökologisches Unternehmertum und soziales Engagement ein Millionen-Geschäft nicht ausschließen müssen.


Back to nature – Bio goes Fashion

Für viele hört sich Naturmode nach unförmiger und steifer Mode ohne Farbe an. In den letzten Jahren hat sich die Naturmode aber weiter entwickelt und überrascht mit neuen Farben und Schnitten. Wer bei der täglichen Fortbewegung und im Haushalt auf die Umwelt achtet, für den ist Naturmode ein weiterer Schritt zum Umweltbewusstsein. Aber auch für Allergiker birgt die Kleidung sehr viele Vorteile, denn nichts ist einem so nah wie die Kleidung. Aus verschiedenen Materialien wie Seide, Leder, Baumwolle und Leinen werden die Textilien gefertigt. Mit zusätzlichen natürlichen Farben, wie Henna, werden die Kleidungsstücke in warme Töne eingefärbt. Der Vielfalt sind demnach keine Grenzen gesetzt. Naturmode besitzt selten überflüssige Details, besticht häufig durch klare Linien, aber genau das macht sie zu etwas Besonderem. Sanft wird der Körper von den luftigen und leichten Stoffen umhüllt, so dass sie im Sommer leichte Kühle spenden. Leder- und Wollkleidung wiederum schützt vor kalten Temperaturen ohne übermäßiges Schwitzen. Meistens wird die Naturmode auch fair hergestellt, das heißt mit heimischen Materialien und lokaler Verarbeitung.

Mit Naturmode besinnt sich der Mensch zurück zum Ursprung und natürlichem Leben, bietet aber die Möglichkeit trotzdem modisch mit der Zeit zu gehen.

Hier ein paar Tipps zum Natur-Shoppen:

Wer sich für modische und natürliche Textilien interessiert, der sollte mal einen Blick auf die Kollektion der Designerin Sonja S. werfen. Jedes Stück aus ihrer Modelinie ist ein Unikat und wird aus speziellen Naturfasern angefertigt. Valevida bietet verschiedene ökologische Produkt an und ein Großteil der Produkte ist Fair Trade zertifiziert.

Auch in “normalen” Onlineshops und Online Outlet Bereichen von Shops findet man immer öfter Fairtrade Mode und Natur-, bzw. Biomode. Es gibt sogar schon Naturmode im Outlet und Lagerverkauf. So wird Naturmode auch immer erschwinglicher in Deutschland.