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„Grüner“ Fußball auf grünem Rasen – wie „grün“ wird die WM 2014?

Ja seit heute ist es endlich soweit. Die Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika hat begonnen. Bis 11. Juli 2010 herrscht nun wieder in vielen Haushalten, Büros, Vereinen und Co. der Außnahmezustand. Ob Autos, Fenster oder die eigene Kleidung: Deutschland trägt wieder schwarz, rot, gold. So ein echter Fan zu sein ist schon manchmal anstrengend. Doch Fußball und Feiern verbraucht nicht nur viel Energie, sondern kann tatsächlich auch Energie herstellen. Warum das sinnvoll erscheint, eröffnet eine Studie der norwegischen Regierung. Die besagt, dass die WM 2010 in Südafrika sechsmal mehr CO2 Emissionen verursachen wird als die letzte WM in Deutschland.

Akademiker als grüne Fußballfans

Vier Absolventen der Harvard Universität wollen zeigen, wie die nächste WM 2014, vielleicht ein wenig grüner werden kann. Jessica Lin, Jessica Matthews, Julia Silverman und Hemali Thakkar haben einen Fußball entwickelt, der Energie erzeugt. Getauft wurde das gute Stück auf den Namen „sOccket“. Soccket ist ein Mix aus Soccer und Socket („Anbausteckdose“).

Das Prinzip ähnelt dem einer Taschenlampe, die durch Schütteln Energie erzeugt und diese selbst wieder verwendet. So erzeugt der Ball beim Spielen Energie, die dann für ein energiebetriebenes Gerät verwendet werden kann. Allein ein Spiel von 15 Minuten speichert so viel Energie, um eine LED Lampe ganze 3 Stunden mit Strom zu versorgen. Der „grüne“ Gedanke hinter der Idee ist jedoch noch besser als der sOccket selbst. Jessi, Julia und Co. dachten bei der Entwicklung vor allem an Kinder und Familien in Schwellen- und Entwicklungsländern, die oft keinen oder nur selten Zugriff auf Strom haben. Anders als bei uns ist es dort nicht selbstverständlich, dass auf einem E-Herd gekocht wird, der Fernseher den ganzen Tag läuft oder die Kinder abends ihre Hausaufgaben an einem beleuchtetem Schreibtisch machen können.

Was aber auffällt: Genau diese Länder sind bei weitem Fußball-euphorischer als wir und viele verbringen wohl jede verfügbare Minute damit zu bolzen.

Ausblick:

In Zukunft können wir also nicht nur sportlich sein, sondern einfach mal nebenher Energie erzeugen. Eine tolle Idee, die sicherlich auch weltweit Anklang finden könnte. Vielleicht bei der nächsten WM 2014 in Brasilien? Es wäre zumindest ein toller Anreiz für die WM-Spieler noch besser zu spielen, um die CO2 Emissionen, die während einer WM erzeugt werden, zumindest zu einem kleinen Teil zu kompensieren. So könnte doch das Motto der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft „Green the World Cup 2014“ lauten!

Update:

Nun hat die Fussball WM 2014 in Brasilien begonnen. Eine Bestandsaufnahme wie grün sie geworden ist lässt natürlich noch auf sich warten. Wir sind gespannt. Bis sich dieses Rätsel auflöst können wir nun glücklicher Weise erstmal die Spiele genießen oder uns die Zeit mit dieser coolen Fussball App zu vertreiben:

Aber Spaß beiseite, eine rückblickende Analyse mit aktuellen Zahlen, Daten und Fakten folgt in einem der nächsten Artikel.

Navigationsgeräte – nicht nur praktisch sondern auch ökologisch

Sie leiten uns durch die Wege, Straßen, und Autobahnen weltweit. Durch sie gelangen wir an den Ort, zu dem wir gelangen wollen. Die Rede ist von mobilen Navigationsgeräten. Moderne Geräte, die uns nahezu automatisch von A nach B lotsen. Sie orten uns so genau, sodass wir ganz ohne Landkarte mit dem Auto reisen können. – Einzig und allein benötigen wir das Gerät selbst.

Besonders auf langen Strecken mit dem Auto sind Navigationsgeräte eine äußerst komfortable Angelegenheit. Navis leiten heutzutage nicht etwa nur zu einem ausgewählten Wunschort, sondern wählen dazu noch die idealste und meist schnellste Route zum Ziel, kalkulieren gar Staus oder Verkehrsstörungen mit ein. Die Verbreitung von navigationstauglichen Geräten steigt daher weiter und weiter. Auch Hersteller von Handys und insbesondere Smartphones bauen in die Geräte immer ausgefeiltere Funktionen zur Straßennavigation ein.

Für viele mag ein solches Navigationsgerät eine reine Spielerei sein, die schlicht und einfach praktisch ist. Nur die Wenigsten sind sich aber bewusst, dass Navis für noch mehr gut sind: Sie weisen uns nämlich nicht nur auf dem schnellsten Weg zu unserem Ziel, sondern vermeiden es in der Gegend “unnötig herumzukurven”. Umwege oder Irrfahrten werden also so gut es geht vermieden. Logischerweise hat besonders dieser Aspekt positive Auswirkungen für den absoluten Treibstoffverbrauch der Fahrzeuge, die mit Navigationsgeräten ausgestattet sind.

Auch das Auto selbst und seine Abnutzung profitieren positiv dadurch, denn Verschleißerscheinungen sind während des gesamten Lebensdauer deutlich geringer. Somit sinkt auch der Bedarf, der zur Reparatur benötigten Ressourcen wie z.B. Metalle oder Kunststoffe.

Herkömmliche Straßenkarten oder Routenplaner können folglich mit Navigationsgeräten fast nicht mithalten. Karten verhelfen nur schwerlich den schnellsten Weg zum Ziel zu kalkulieren. Ausdrucke von Routenplanern z.B. aus dem Internet sind nicht flexibel genug bei kurzfristigen Änderungen der Route und verbrauchen anderweitige Ressourcen.

Insgesamt sind Navigationsgeräte also nicht nur sehr praktikabel. Sie sind durchaus umweltschonend. Natürlich darf nicht unbeachtet bleiben, dass zur Herstellung von Navigationsgeräten und zu deren Inbetriebnahme Ressourcen und auch Strom benötigt werden. Aber die praktischen als auch grünen Seiten von Navigationsgeräten überwiegen auf die Gesamtmenge und über einen längeren Zeitraum betrachtet.

Cloud Computing – eine grüne Lösung?

Cloud Computing ist der letzte Schrei: Marktforschungsanalysten schätzen deshalb, dass die Ausgaben für Cloud-Computing-Dienste in den kommenden Jahren unglaubliche Dimensionen annehmen werden. Erstaunlich viele Unternehmen ersetzen ihre bisherigen Rechenzentren durch cloud-basierte Lösungen. Das bedeutet: sie verlagern ihre Rechenzentren an externe Partner, bei denen ihre Daten in einer “Wolke” auf fremden Computern gesichert sind. So kann von jedem Standort aus über ein Intranet oder das Internet von ihnen auf ihre Daten zugegriffen werden.

Aber die Frage ist: Ist es nicht absurd, Daten tausende Kilometer vom Firmenstandort entfernt abzuspeichern? Auf seine Daten nicht zugreifen zu können, wenn z.B. keine Internetverbindung zur Verfügung steht? Sich nicht sicher sein zu können, ob nicht jemand Unbefugter auf sie zugreifen zu können?

Nichts desto trotz, die Vorteile sind an sich einleuchtend:

Cloud-Computing ermöglicht es dem Unternehmen die Netzwerkkapazitäten flexibel zu variieren. Das Verkleinern und Vergrößern des Datenvolumens ist ohne Mehraufwand möglich. Die IT-Infrastruktur muss daher nicht mehr ständig aufwändig umstrukturiert werden. Dies übernimmt nun ein externer Cloud-Anbieter für die Nutzenden. Das bedeutet, kurzfristige Investitionen in teure Server fallen für das Unternehmen weg.

Darüberhinaus muss an Systemgebühr wirklich nur noch das bezahlt werden, was auch genutzt wird.

Abgesehen von der Kostenersparnis spricht noch ein anderer wichtiger Punkt FÜR Cloud Computing: es bringt immense GRÜNE Vorteile mich sich:

Das Cloud-Modell hat den Vorteil, dass es besonders ressourcenschonend ist. Der Nutzer wird dazu verleitet, nur das zu nutzen, was er auch wirklich an Datenvolumen benötigt. Er hat also beispielsweise nicht mehr eine riesige Festplatte in seinen Computer, von der gerade einmal ein Bruchteil mit Daten belegt ist. Sondern ihm wird genau das Datenvolumen durch den Cloud-Dienst zur Verfügung gestellt, das er benötigt. Dabei kann der Nutzer seinen Bedarf trotzdem ständig erweitern, aber auch verkleinern. Somit greifen Cloud-Nutzer also wirklich nur auf die Ressourcen zu, von denen sie auch tatsächlich Gebrauch machen.

Des Weiteren bündeln virtuelle Cloud-Server viele lokale Datensysteme. Sie ersetzen also viele verhältnismäßig kleine Datenmengen in einem riesigen Cloud-Server. Naheliegend ist also, dass die Zahl der lokalen Systeme sinkt. Aus der Sicht der Ressourceneffizienz betrachtet, ist der Bedarf an Systemhardware folglich um einiges geringer.

Dem hinzuzufügen ist, dass die Auslastung von Cloud-Server stets konstant ist. Die Schwankungen des Nachfragebedarf auf die „Wolke“ mit seinen Hoch- und Tiefpunkten wird nämlich durch die vielen Nutzer ausgeglichen. Somit ist die Nachfrage auf den Server stets konstant, sodass sich diese auf Dauer bei einem konstanten Durchschnittswert bewegt. Der Bedarf an zusätzlicher Hardware, die nur existiert, um Spitzenzeiten zu überbrücken, ist folglich fast nicht mehr vorhanden.

Es lässt sich daher auch ableiten, dass durch Cloud-Systeme der Stromverbrauch sinkt. Cloud Computing bündelt viele lokale Systeme, welche in der Summe um weiten mehr Strom verbrauchen, als der Cloud-Server allein. Demzufolge werden um einiges weniger CO2-Emissionen ausgestoßen. Glaubt man dem Anbieter Salesforce, stoßen Cloud-Server etwa 90 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid aus, als herkömmliche Lösungen.

Folge dessen ist eine massive Effizienzsteigerung durch Cloud-Server, verbunden mit wirtschaftlichen Verbesserungen bei der Energienutzung.

Das Ersetzen von lokalen Systemen mit Cloud-Diensten kann also tatsächlich als eine „grüne“ Lösung erachtet werden. Es steigert die Energieeffizienz, wobei gleichzeitig Ressourcen geschont werden. Dabei können nachhaltige Ambitionen für den Natur- und Umweltschutz verfolgt bzw. verwirklicht werden. Die Innovation Cloud-Computing wird daher sicherlich in den kommenden Jahren noch weiterhin mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Besonders die „grünen“ aber auch die praktischen Vorzüge von Cloud-Diensten werden Organisationen bzw. Unternehmen wie auch Privatmenschen überzeugen sie zu nutzen.

Nachtrag: Mittlerweile habe sich viele Crowdsourcing-Lösungen etabliert. Der große Vorteil Prozesse auszulagern statt selbst zu bearbeiten, spart Zeit und Ressourcen und lohnt sich vor allem für kleine bis mittelständische Unternehmen. Dabei ist die Crowd bei vielen Diensten, wie zum Beispiel testcloud oder crowdguru, eine Riege von Experten. So sind beispielsweise das Testen von Software bis hin zur Verschlagwortung von Texten und Bildern oder die Erstellung von Suchmaschinen relevanten Inhalten effiziente Dienste, die durch die Crowd abegedeckt werden können. Der Vorteil: die testCloud ist nahe an der potentiellen Zielgruppe. Auch klassische Marketing Agenturen setzen immer mehr auf Crowdsourcing, denn dadurch lassen sich Services die eine Marketing Agentur bereitstellt, günstiger anbieten und Kosten sparen. Gerade bei Full-Service-Agenturen ist das Crowdsourcing eine effiziente Lösung um größere Projektaufträge abzudecken.

Das Fitnessstudio der Zukunft als Stromkraftwerk?

Fitness-Center dominieren seit jeher das alltägliche Leben in unserer Gesellschaft. Laut einer Deloitte-Analyse vom 31.12.2010 ist „Fitness“ vor Fußball und Turnen mit 7,31 Millionen Mitgliedern die mitgliederstärkste Sportart in ganz Deutschland. Das heisst, jeder elfte Deutsche ist Mitglied! In Reih und Glied angeordnet, jeweils auf gefühlt 1qm, trampeln, zappeln und strampeln wir uns ab, um das eigene Kraft- und Ausdauervermögen zu stärken. Wenn so viele Menschen jeden Tag dieser mehr oder weniger langweiligen Tätigkeit nachgehen, stellt sich doch wirklich die Frage, ob es nicht möglich ist, diese produzierte Energie sinnvoll einzusetzen.

Warum nicht die aufgewendete Muskelkraft zum Zwecke der Stromerzeugung nutzen?

Die ständige Repetition von monotonen Bewegungsabläufen verbunden mit Kraftaufwand auf Fahrrädern, Crosstrainern, Rudergeräten oder anderen Konstruktionen könnte doch dafür wie geschaffen sein. Wenn man an bestimmte Fitnessgeräte einen Generator bzw. Dynamo anschließen würde, der die Muskelkraft in elektrische Energie umwandelt? Wäre es möglich, dass dieser erzeugte Strom anschließend ins Stromnetz eingespeist wird?

Diesen simplen Gedanken griff der Betreiber des Berliner Fitnessstudios greengymberlin als erstes in Europa auf. So macht er seit Oktober 2009 die elektrische Energie der Fahrräder und Crosstrainer in seinem Center nutzbar. Der fortschrittliche Gedanke, eine Fitnessübung zum Zwecke der Stromerzeugung zu nutzen, ist also nicht mehr nur eine Traumvorstellung sondern bereits Realität. Jedoch ist es verwunderlich, dass diese Technik nicht in viel mehr Fitnessstudios bzw. Fitnessgeräten eingesetzt wird.

greengym Fitnessclub Berlin

greengym Fitnessclub Berlin

Vermutlich liegt dies darin begründet, dass die Relation von Einsatz und Output bei der Stromquelle Fitnessgeräte gegenüber den bisherigen Energielieferanten wohl schlechter ist. Fossile als auch regenerative Energiequellen sind effizienter, leistungsträchtiger und möglicherweise auch nachhaltiger gegenüber den instabilen und unregelmäßig genutzten Sportgeräten. Strombringende Crosstrainer gelten zwar als äußerst innovativ, aber gleichzeitig nicht als besonders lohnenswert.

Besonders eindrucksvoll illustriert dies ein Experiment der WDR-Sendung „Kopfball“. Hier versuchten Radfahrer mit Hilfe ihrer stromerzeugenden Fahrräder den Strombedarf eines Haushaltes zu decken. Fazit des TV-Beitrags war, dass beachtliche acht Radfahrer benötigt wurden, um den Strombedarf einer einzigen Mikrowelle zu decken. Darüberhinaus erstaunliche 25 Radler eine Spülmaschine und 35 eine Waschmaschine versorgen können. Dieser Versuch beweist demnach, dass menschliche Muskelraft in Bezug auf Stromproduktion nur wenig bezwecken kann.

Nichtsdestotrotz schafft ein Fitnesscenter mit Fitnessgeräten zur Stromproduktion auch Nutzen in anderen Bereichen. So kann die innovative Idee zum gesellschaftlichen Bewusstseinswandel anregen. Dahingehend, dass der Konsument durch den Fitnessstudiobesuch Gedanken zu seinem persönlichen Stromkonsum macht. Sich zudem überlegt, aus welchen Quellen er privat seinen Strom bezieht.

Auch den Anreiz als auch die Motivation Sport zu treiben, kann ein solch modernes Studio mit sich bringen. Für Sportunbegeisterte könnte das Training durch den positiven Nebeneffekt, Strom zu produzieren, „erträglicher“ werden. Dies könnte also die Begeisterungsfähigkeit durch den Sport für den Sport fördern.

Wie sollte diese Art von Stromerzeugung ausgestaltet werden, dass sie diese höheren Ziele verfolgen kann?

Eine Möglichkeit wäre, auf dem Display des Sportgeräts Vergleiche darzustellen, welches Haushaltsgerät sich mit der bisher produzierten Menge Strom betreiben ließe. Z.B. nach 20 Min strampeln wäre die Menge des morgendlichen Haarföhnens hereingeholt. Aber nervt das die Menschen mehr als dass es die Denkweise ändert?

Die naheliegende Idee, aus aufgewendeter Muskelkraft, Strom zu produzieren scheint auf den ersten Blick sehr vielversprechend. Bei näherer Betrachtung fällt aber erst auf, dass die Idee technisch im Moment mehr verspricht als sie halten kann.

Wenn man höhere Ziele, wie z.B. den Bewusstseinswandel der Menschen, langfristig verfolgen möchte, und gleichzeitig an der technischen Umsetzung arbeitet, macht eine Verwirklichung im Moment Sinn. Um die Idee allerdings rein aus dem Blickwinkel der möglichst effizienten Stromproduktion betrachtet flächendeckend zu verwirklichen, hat sie momentan nur bedingt Erfolg.

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Rock for Nature oder wie man Musik, Kultur und klimafreundliches Verhalten zusammen bringt

Musik, Filme und Festivals in Verbindung mit der Natur? Eigentlich erwartet man von einem Festival, dass die Natur danach alles andere als sauber aussehen wird. Menschen haben Ihren Spaß, es fallen Müllreste von Alkohol und Zigaretten auf den Boden und die Fläche wird stark beansprucht. Doch weit gefehlt. Die Umwelt kann durch derartige Veranstaltungen nicht nur zerstört werden, sondern sogar erhalten werden. Der Trend von Festivals geht eindeutig in Richtung umwelt- und klimafreundlich. Viele Konzerte und Festivals sind extrem kostenintensiv, wenn das Event allerdings noch als etwas Sinnvolles genutzt wird, umso besser.

Im Zuge dessen haben es sich einige Veranstalter zur Aufgabe gemacht, ökologisches Bewusstsein, Musik und Kultur zu verbinden und sich gegenseitig ergänzen zu lassen. Schon die Voraussetzungen um so ein Festival zu organisieren unterliegen ökologischen Aspekten. Umweltfreundliche Stromversorgung, Beleuchtung aus Solarenergie bzw. Energiesparlampen, laufende Reinigung des Geländes und Abfallvermeidung durch Pfandsysteme und Mehrwegpackungen sind nur einige Wenige davon. Die Wahl des Geländes wird ebenfalls nach bestimmten Kriterien ausgewählt, damit Brutzeiten bestimmter Tierarten nicht gestört werden oder auch in Wasserschutzgebiete nicht geschädigt werden.

Während des Festivals werden zusätzlich zur Musik Workshops angeboten, die die Beteiligten spielerisch und ohne moralischen Appelle die Thematik näher bringen sollen. Festivals sind dafür optimal, da Jugendliche sich zwanglos und vor allem aus freiem Wille unter Gleichgesinnte begeben und die Freiheit der Natur und Musik genießen können.

Auch den Veranstaltern des bekannten Melt- Festivals, lag es daran dieses klimafreundlich zu gestalten. Dabei können die Veranstalter und Teilnehmer schon innerhalb dieser drei Tage über 1.000 Tonnen CO2 mindern, was zum Vergleich bei 470 Reisen mit dem Flugzeug von Berlin nach New York entsteht. Unter anderem überlegten sich die Melt- Organisatoren und die Green Music Initiative die Aktion des „Festival- Hotelzug“, der für einen geringen Preis zum Beispiel von Köln direkt zum Veranstaltungsort und wieder zurück fuhr und obendrein als Zug für die Übernachtung galt. Damit konnten die Veranstalter bereits dem stärksten Verursacher des enormen CO2- Ausstoßes entgegen halten – den unzähligen Autos, die die Festivalfreunde an den Zielort bringen . Aber auch jeder einzelne Musikfan kann etwas tun und Berechnungen zur Folge dabei 54kg CO2 einsparen. Dies beginnt schon bei der Wahl des Transports, der Zubereitung von Mahlzeiten bis hin zum eigenen Verhalten und Bewusstsein an diesen Tagen.

Jährlich findet ebenfalls das Umweltfestival in Berlin statt, welches Europas größte ökologische Ereignismeile ist und den Besuchern leckere Speisen aus ökologischem Landbau und artgerechter Tierhaltung anbietet, Informationsangebote zum nachhaltigen Konsum. Interessante und wirkungsvolle Themen ganz einfach verbunden mit Straßentheater und Livemusik.

Um als umwelt- und klimafreundliches Festival zu gelten und sich finanzieren zu können, unterstützen dies auch zahlreiche Organisationen. Von staatlicher Seite z.B. das Bundesumweltministerium sowie anderen Organisationen und Plattformen zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche, wie die Initiative Sounds for Nature oder Green Music.

Auch Anbieter ökologischer Erzeugnisse finden einen Platz auf diesen Festivals und haben die Möglichkeit dort ihre Produkte, die von Kleidung bis hin zu Lebensmitteln reichen, zu präsentieren und offene Menschen jeden Alters anzusprechen.

Auch diese Anbieter und weitere Unternehmen unterstützen klimafreundliche Festivals und Events.

Umweltfreundliche Festivals sind somit nicht nur ein Event, sondern bringen Natur, ökologisches und umweltbewusstes Denken und den Mensch in Kombination mit Musik und Kultur zusammen. Langfristig können hier nicht nur recht einfach CO2-Emissionen verringert werden, sondern auch eine ein wenig gesellschaftliches Bewusstsein.