Author Archive for Fabian.Menzel

Start green, Go green – 100% ökologische Produkte

TerraCycle ist eines der ökologischsten ehemaligen Start-Ups aus den USA. Nichts ungewöhnliches, denn die Geburtsstätte innovativer Geschäftsideen liegt nicht selten in einem Land, in dem Unternehmerkultur groß geschrieben wird. So entstand auch TerraCycle aus einer Idee zweier Studenten, Jon Beyer und Tom Szaky, der Princton Universität. Mit ihrer Geschäftsidee haben sie eine Marktnische entdeckt, die zudem unter ökologischen Aspekten mehr als innovativ ist. Der Ansatzpunkt den die Beiden mit ihrem heute mehr als erfolgreichen Unternehmen verfolgen, ist so unglaublich einfach, aber dennoch effektiv. Hier könnte der Spruch „Müll ist manchmal Gold wert“ problemlos als Leitsatz gelten, denn die angebotenen Produkte bestehen alle aus recyceltem Müll. Diese Form der Wiederverwertung scheint gut anzukommen. Nur so lässt sich der hohe Umsatz, der sich auf mehrere Millionen US-Dollar beläuft und der Anklang den das Unternehmen findet, erklären.

Was sonst am Straßenrand liegt und keiner beachtet, wird nach dem es die TerraCycle Produktion durchlaufen hat, meist zu einem Verkaufsschlager. Zudem sind die „Abfallprodukte“ sehr preiswert und vor allem individuell. Ob stylische Lautsprecher aus Tetrapack, Taschen aus Altpapier oder Blumentöpfe aus alten PCs, jeglicher Müll ist für das Unternehmen recycelbar.

Bei vielen Produkten bleibt natürlich die Frage, wo die Menge an verarbeitetem Müll herkommt, wenn nicht selbst in den Mülltonnen auf den Straßen zu kramen. Ganz einfach, TerraCycle kooperiert mit Schulen und Kindergärten, die Tetrapacks, Plastik und andere Verpackungen sammeln und dafür mit kleinen Geldbeträgen entlohnt werden.

Doch wie kommt man als junger Akademiker auf so eine außergewöhnliche Geschäftsidee?

Der Anfang war die Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben mit einer ungewöhnlichen Idee. Die Abfälle der Uni Mensa verfütterten die gewitzten Studenten an Würmer, um aus deren Abfallprodukte wiederum einen pflanzlichen und 100% biologischen Dünger herzustellen.

Die positive Resonanz, das Engagement des Unternehmens und die einzigartigen Produkten haben dazu beigetragen, dass es TerraCycle Produkte bereits in die Warenregale amerikanischer Groß-Supermärkte geschafft haben. Das Konzept ist durchdacht und die Idee überzeugt auf ganzer Linie.

Tom Szaky hat ein Buch geschrieben „Revolution in a Bottle: How TerraCycle Is Redefining Green Business“, in dem er darüber schreibt, was eines der coolsten Start-Ups in Amerika so erfolgreich macht. Er merkt an, dass ökologisches Unternehmertum und soziales Engagement ein Millionen-Geschäft nicht ausschließen müssen.


Back to nature – Bio goes Fashion

Für viele hört sich Naturmode nach unförmiger und steifer Mode ohne Farbe an. In den letzten Jahren hat sich die Naturmode aber weiter entwickelt und überrascht mit neuen Farben und Schnitten. Wer bei der täglichen Fortbewegung und im Haushalt auf die Umwelt achtet, für den ist Naturmode ein weiterer Schritt zum Umweltbewusstsein. Aber auch für Allergiker birgt die Kleidung sehr viele Vorteile, denn nichts ist einem so nah wie die Kleidung. Aus verschiedenen Materialien wie Seide, Leder, Baumwolle und Leinen werden die Textilien gefertigt. Mit zusätzlichen natürlichen Farben, wie Henna, werden die Kleidungsstücke in warme Töne eingefärbt. Der Vielfalt sind demnach keine Grenzen gesetzt. Naturmode besitzt selten überflüssige Details, besticht häufig durch klare Linien, aber genau das macht sie zu etwas Besonderem. Sanft wird der Körper von den luftigen und leichten Stoffen umhüllt, so dass sie im Sommer leichte Kühle spenden. Leder- und Wollkleidung wiederum schützt vor kalten Temperaturen ohne übermäßiges Schwitzen. Meistens wird die Naturmode auch fair hergestellt, das heißt mit heimischen Materialien und lokaler Verarbeitung.

Mit Naturmode besinnt sich der Mensch zurück zum Ursprung und natürlichem Leben, bietet aber die Möglichkeit trotzdem modisch mit der Zeit zu gehen.

Hier ein paar Tipps zum Natur-Shoppen:

Wer sich für modische und natürliche Textilien interessiert, der sollte mal einen Blick auf die Kollektion der Designerin Sonja S. werfen. Jedes Stück aus ihrer Modelinie ist ein Unikat und wird aus speziellen Naturfasern angefertigt. Valevida bietet verschiedene ökologische Produkt an und ein Großteil der Produkte ist Fair Trade zertifiziert.

Auch in “normalen” Onlineshops und Online Outlet Bereichen von Shops findet man immer öfter Fairtrade Mode und Natur-, bzw. Biomode. Es gibt sogar schon Naturmode im Outlet und Lagerverkauf. So wird Naturmode auch immer erschwinglicher in Deutschland.

„Grüne“ Weihnacht: 10 Tipps für ein umweltfreundliches Weihnachtsfest

Die Vorfreude ist groß. In wenigen Tagen ist Weihnachten und die Vorbereitungen in vielen deutschen Haushalten laufen auf Hochtouren. Die letzten Geschenke werden gekauft, das Weihnachtsessen wird organisiert, die Tanne wird weihnachtlich dekoriert und die letzten Weihnachtseinkäufe werden noch schnell getätigt. Doch kaum Einer denkt bei dem ganzen Stress an Möglichkeiten, dass diesjährige Weihnachtsfest durch ein paar kleine Tipps und Tricks umweltschonender zu gestalten.

Aus diesem Grund haben wir 10 Tipps für eine „grüne“ Weihnacht zusammen gestellt, die helfen sollen trotz der ausgelassenen Weihnachtsstimmung einen kleinen Beitrag zur Umwelt zu leisten:

  1. Weihnachteinkäufe beanspruchen bekanntlich viel Zeit, aber auch pünktlich vor Weihnachten ist das Verkehrsaufkommen enorm. So sollten alle weihnachtlichen Besorgungen mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigt werden und am besten so früh wie möglich.

  2. Benutzen Sie für Ihren Einkauf am besten umweltfreundliche Einkaufstaschen, die Sie bereits vor dem Einkauf mitnehmen.

  3. Wer denkt ein künstlicher Weihnachtsbaum ist umweltfreundlicher als ein echter Christbaum, der liegt falsch. Denn irgendwann schaden diese der Umwelt, wenn sie als Plastikabfall entsorgt werden. Ein echter Weihnachtsbaum, wie eine Kiefer oder Fichte, aus heimischen Gefilden ist dagegen die bessere Alternative – dafür sprechen kurze Transportwege und eine umweltgerechte Aufzucht.

  4. Beim Schmücken und Dekorieren des Christbaums gibt es neben schönen Kugeln, Lametta & Co. auch eine bessere Möglichkeit. Besonders schön sind Strohfiguren, Äpfel, Gebäck, Nüsse und Tannenzapfen, sowie echte Kerzen, die einen Baum ganz individuell und vor allem traditionell aussehen lassen. Zudem wird der Geldbeutel stark entlastet.

  5. Auch die Entsorgung des Baumes sollte frühzeitig durchdacht sein. Wer einen eigenen Garten besitzt, kann seinen Weihnachtsbaum auf dem Kompost verrotten lassen. Für alle Anderen besteht die Möglichkeit den Baum von bestimmten Müllabfuhrunternehmen entsorgen zu lassen. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig über die Abholzeiten zu informieren.

  6. Das Weihnachtsessen ist meist üppig und vielfältig. Aber warum nicht mal was Neues ausprobieren, wie Fisch von einer lokalen, nachhaltigen Fischerei zum Festessen. Generell empfiehlt sich Nahrungsmittel lokaler und regionaler Händler einzukaufen und vor allem frisch zu zubereiten. Wer trotzdem auf den weihnachtlichen Gänsebraten nicht verzichten mag, der sollte zumindest eine Bio-Gans aus artgerechter Haltung besorgen.

  7. Sollte ein Weihnachtsessen außer Haus, in einem Restaurant, geplant sein, kann der Weg dorthin als weihnachtlicher Spaziergang mit der Familie geplant und auf das Auto verzichtet werden.

  8. Wichtigstes Thema zu Weihnachten – die Geschenke. Hier sollten vor allem persönliche und nützliche Geschenke an die Lieben überreicht werden. Wie z.B. eine Einladung zu einer gemeinschaftlichen Aktivität, etwas Selbstgemachtes oder nachhaltig produzierte Geschenke.

  9. Ganz wichtig, die Überraschungen auch umweltfreundlich verpacken! Sonst entstehen schnell große Mengen von unnützem Papiermüll, der keine Verwendung mehr findet. Viel schöner, eine kreative aber umweltfreundliche Geschenkverpackung, wie ein selbstbemalter oder beklebter Pappkarton. Wer nicht auf das übliche Geschenkpapier verzichten will, für den empfiehlt es sich recyclebares Papier zu verwenden.

  10. Zu einem besinnlichen Weihnachtsfest im Kreise seiner Familie kann Jeder beitragen, in dem er/sie mit etwas Rücksicht auf die Umwelt einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet und auch schon an das kommende „grüne“ Weihnachtsfest denkt.

In diesem Sinne: „fröhliche – grüne – Weihnachten“!

Druck Green – wie der Kaffee in den Drucker kommt

Die „Greener Gadgets Design Competition“ brachte einige interessante technische Neuentwicklungen hervor, die ökologisch gesehen nur zu bejubeln sind. Der alljährliche Wettbewerb wurde vom Portal Core77 einem Designmagazin und von den Initiatoren der Greener Gadgets Konferenz ins Leben gerufen. Die Idee, die hinter diesem Wettbewerb steht, ist neue Innovationen der grünen Unterhaltungselektronik vorzustellen. Die präsentierten technischen Neuheiten haben eines gemeinsam – sie minimieren die Belastungen der Umwelt, die beim Gebrauch eines Gerätes entstehen, während ihrer gesamten Lebenszeit.

Neben einem Stromsparschwein, das einen pädagogischen Ansatz verfolgt und den Strom abschaltet, sobald der Wert im Sparschwein aufgebraucht ist, wurde auch „sunlight“ vorgestellt. Eine ausklappbare „Matte“, die mit Solarzellen beschichtet ist und nach dem Aufladen im Sonnenlicht als Taschenlampe oder Aufladegerät für Mobiltelefone u.ä. genutzt werden kann.

Ein Highlight war der ökologische Drucker, der mit dem Abfallprodukt Kaffeesatz oder Teebeuteln druckt. Dadurch wird teure und umweltschädliche Druckertinte überflüssig. Der Öko Drucker funktioniert auf simple Art und Weise – alter Kaffeesatz oder die Reste im Teebeutel werden in eine kleine Patrone gefüllt, die auf dem RITI Drucker befestigt ist. Strom wird ebenfalls nicht benötigt, denn die Patrone wird manuell von links nach rechts bewegt, so dass ein kleiner Text oder ein Bild ausgedruckt werden kann. Für größere Druckmengen eignet sich der Drucker bis jetzt noch nicht, aber kleine Memos oder Fact Sheets können schnell und unkompliziert ausgedruckt werden. Zudem liest sich ein Bericht, der nach einer schönen Tasse Kaffee oder Tee duftet, sicher noch angenehmer. Das Konzept steht, nun ist die Frage ob dieses innovative Design-Produkt jemals in Serie geht. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall!

Die nächste Greener Gadgets Konferenz findet am 25. Februar 2010 in New York statt und man darf wieder gespannt sein, was die außergewöhnlichen und kreativen Köpfe diesmal entworfen haben.

Holz-Handys oder Mais-Laptops – die Technik der Zukunft?

Unsere Ressourcen sind endlich und gehen früher oder später irgendwann zu Neige. So ist es fast vorherbestimmt, dass alltägliche Dinge wie Handys, Notebooks oder Fernseher in Zukunft aus anderen Materialien bestehen werden, als die althergebrachten uns bekannten Kunststoffe und Metalle. Ohne diese Rohstoffe haben Handys & Co. keine Zukunftschance. Der Bedarf an Handys steigt unaufhörlich, denn heute besitzt nicht jeder ein Handy, sondern teilweise sogar zwei bis drei Modelle. Dadurch steigt nicht nur der Preis für die benötigten Rohstoffe, sondern auch die Erkenntnis darüber, dass Alternativen her müssen.

Die einzige Alternative sind nachwachsende Rohstoffe. Aber ist ein Handy aus Holz realistisch? Die Antwort lautet „Ja!“. Neuentwicklungen auf dem Markt zeigen das technische Geräte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Mais durchaus möglich sind. Der japanische Hersteller NEC hat einen biologischen Kunststoff entwickelt, der auf Mais basiert und ein besserer Wärmeleiter sein soll, als beispielsweise Edelstahl. Weiterer Pluspunkt – der Biokunststoff ist billiger und leichter als die bisherigen Materialien.

Der niederländische Handyhersteller Belleperre hat vor kurzem eine Handyreihe namens „Finest Woods“ vorgestellt, die aus exklusiven Holzelementen besteht. Verarbeitet werden dabei nur Edelhölzer, die teilweise sogar handgeschnitzt werden und aus Wäldern mit kontrolliert nachhaltigem Anbau stammen. Der Preis dieser Handys aus Holz ist noch nicht bekannt und wird nur auf Anfrage beim Hersteller genannt.

Viele Hersteller hat der Öko-Gedanke inspiriert und so hat einer von ihnen das Smartphone „Chute“ aus Bambus entworfen. Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der noch besser geeignet ist als Holz. Jedoch sind viele Handymodelle aus nachwachsenden Rohstoffen vorerst nur Konzeptstudien, die im Handel noch nicht erhältlich sind.

In Zukunft wird der Markt vermehrt Prototypen aus nachhaltigen Rohstoffen herstellen müssen, da sonst bald einige Geräte Auslaufmodelle sein könnten und auch sonst ist die Idee sehr unterstützenswert.