E.I.O. launched innovativen Marktmechanismus zur Reduzierung von CO2

Die Environmental Investment Organisation, eine gemeinnützige Organisation, stellte am 22. Februar in London einen neuen Marktmechanismus vor, der Unternehmen dazu bringen soll ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Der Emissionshandel ist weltweit ein heiß diskutiertes Thema und soll vom Ansatz her Kohlenstoffdioxid-Emissionen durch den Handel mit Zertifikaten reduzieren. Eine Alternative, die laut E.I.O. erfolgversprechend ist, bietet der Ansatz Druck auf die Aktienkurse der Unternehmen auszuüben.

Die Initiative startete am 22. Februar 2010 in London mit einem ‘Emissions-Ranking’ der weltweit größten Unternehmen. Das Ranking findet anhand der absoluten Emissionen eines Unternehmens statt. Des weiteren wird überprüft, ob das Ergebnis auch extern bestätigt werden kann. Anhand des Rankings, das als Grundlage für eine Reihe von handelbaren Indizes dient, entscheidet sich welches Unternehmen hinsichtlich seiner Position im Ranking belohnt oder bestraft wird. Ziel ist es Investoren mit Hilfe von Indizes vor Augen zu führen, in welche Unternehmen auf Grund ihrer geringen CO2-Emissionen eher investiert werden sollte. Dieser neue Marktmechanismus ermöglicht es Investoren den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von Unternehmen in ihre Investitionsentscheidung mit einzubeziehen. Theoretisch soll der Mechanismus folgendermaßen wirken: Je größer die Anstrengungen eines Unternehmens sind seine CO2 Emissionen zu verringern, desto höher positioniert es sich im Index. Ein gutes Ranking impliziert eine größere Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens. Dies treibt widerum den Preis der Aktien nach oben und belohnt das Unternehmen indirekt für seine Bemühungen zur CO2-Reduzierung.

Herkömmliche Versuche den Faktor “soziale Verantwortung” in Investitionsentscheidungen mit einzubeziehen, führten in der Regel dazu, dass bestimmte Unternehmen begünstigt wurden und andere ausgegrenzt. Der ET Emissions Index ist laut, Michael Gill Leiter der EIO, einer der ersten Maßnahmen zur Reduzierung von CO2, der gleichmäßigen Druck auf die Aktienkurse aller großen Unternehmen ausübt. Eine moralisch vertretbare Investitionsentscheidung zu treffen, soll durch das Emissions-Ranking erleichtert werden, in dem mehr Transparenz geschaffen wird.

Auf Platz eins des Emissions-Rankings der weltweit 1000 größten Unternehmen liegt das brasilianische Unternehmen Natura Cosmeticos, das biologische Hautpflege und Naturkosmetik vertreibt. Das Schlusslicht des Rankings und damit auf Platz 1000 liegt die Industrial and Commercial Bank of China.

Bleibt abzuwarten wie gut sich ein solcher Marktmechanismus etablieren kann und ob Investoren in Zukunft den ET Index in ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen werden.

Photovoltaik im modernen Design – die Zukunft der Dächer

Ein italienisches Unternehmen das Elektronik und Baukeramik herstellt, hat das umgesetzt, was notwendigerweise viele private Solaranlagennutzer wünschenswert fanden. Wer kennt sie nicht, die Häuser mit den futuristischen Anbauten auf dem Dach, die geradezu den Eindruck erwecken, ein unbekanntes Flugobjekt hätte sich hier niedergelassen. Viele Modelle der Solar- und Photovoltaikanlagen sind sperrig und nicht gerade unauffällig.

Die System Group mit Sitz in Italien hat das Design-Konzept von Photovoltaikanlagen, im wahrsten Sinne des Wortes, überdacht. Um sperrige Anbauten auf Dächern zu vermeiden, wurden die Photovoltaikzellen einfach in die Dachziegel integriert. Die Photonics Dachplatte gleicht äußerlich einem herkömmlichen Dachziegel, hat aber die Eigenschaft Energie für den gesamten Wohnraum zu spenden. Mit einem patentierten Verfahren werden ein elektrischer Schaltkreis, Silizium, Glaskristall und ein Schutzfilm in der Platte zu einem Gefüge zusammengefasst, dass die gleiche Leistung wie altbewährte Solaranlagen aufweist. Das Besondere an dieser Innovation ist die Größe und der Durchmesser der Dachplatten, die momentan nach Angaben des Unternehmens als größte und dünnste weltweit gilt. Für den Kunden besteht die Möglichkeit die Dachziegel in verschiedenen Farbtönen zu ordern und damit individuell auf sein Haus anzupassen. Das Interesse an den neuartigen Photovoltaikziegeln ist weltweit sehr groß, denn sie werden auch den höchsten Ansprüchen gerecht. Die Platten sind sehr robust, sodass sie auch begehbar sind. Zudem brauchen sie kein Trägergerüst, um angebracht zu werden, sind aber dennoch witterungsbeständig und wieder verwertbar. Auch im Bereich der Städteplanung könnten die kleinen Photovoltaikzellen in Zukunft eine große Rolle spielen.

Gruppo System ist ein gutes Beispiel dafür, dass Forschungs- und Entwicklungsarbeit für den Vorsprung eines Unternehmens, eine wichtige Rolle spielen und mit nachhaltigen Geschäftsmodellen die von Innovation vorangetrieben werden, auch in Krisenzeiten viel Geld zu verdienen ist.

Durch „grünes Management“ zum nachhaltigen Unternehmen

Langfristig gesehen führt umweltfreundliches Handeln an kaum einem Unternehmen vorbei. Der Trend und die Nachfrage nach grünen Produkten steigt und die Umweltstandards werden nach oben korrigiert, um die Umweltqualität zu steigern. Dabei liegen Ökologie und Innovation nah beieinander und können mit einem durchdachten Management zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Ein Unternehmen das Nachhaltigkeit anstrebt, sollte sich auf die Implementierung neuer Geschäftsmodelle konzentrieren und nicht wie es häufig gehandhabt wird, vorhandene Modelle lediglich zu überdenken. Interessant wird es allerdings, wenn neue Wege erschlossen werden.

Das Unternehmen FedEx überlegte sich nach dem Kauf der Copyshop-Kette Kinko’s einen neuen Geschäftsansatz und vereinte beide Geschäftsfelder, in dem es den Versand von Unterlagen mit der Möglichkeit Kopien am Zielort zu erzeugen, vereinte. Dadurch ergeben sich Vorteile, die für den Kunden einen großen Mehrwert bieten. Mehr Zeit zur Vorbereitung seiner Unterlagen, besserer Service, Qualität und geringere Transportkosten, machen die Dienstleistung umweltfreundlicher.

Ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist der Ansatz vorhandene Modelle kritisch zu hinterfragen und den Kundenbedürfnissen anderweitig gerecht zu werden.

Viele Unternehmen realisieren nach und nach das Konsumenten umweltfreundliche Produkte vorziehen und ein Blick auf die größten Umweltprobleme zeigt, dass das nicht unberechtigt ist. Nach Autos sind Reinigungsprodukte in den USA die größten Verursacher von Umweltschäden. Marktforschungsanalysen ergaben hingegen das 25 bis 35 Prozent der Konsumenten Umweltaspekte in ihre Kaufentscheidung miteinbeziehen.

Eines der ersten Unternehmen das sich darüber Gedanken machte, war Procter&Gamble. Das Unternehmen fand bei der Bewertung seiner Produkte heraus, wie viel Energie bei der Produktverwendung aufgewandt werden muss. Die Erkenntnis war das sich durch das Waschen mit kaltem Wasser 80 Milliarden kWh Strom und 34 Millionen Tonnen CO2 einsparen ließen und daher die Idee zu einem Waschmittel kam, das auch bei niedrigen Temperaturen reinigt. Mit dem Waschmittel Ariel Cool Clean setze sich ein Trend durch, der vor allem durch die Energieeinsparung beim Waschen und die kompakte Verpackung, Verbraucher von dem Produkt überzeugt. Abzuwarten ist, ob die Kaltwäsche weltweit ihren Durchbruch schafft.

Die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte ist nur dann erfolgversprechend, wenn Verbraucherwünsche und Lebenszyklen der Produkte berücksichtigt und untersucht werden. Ein durchdachtes Marketing ist ebenso erforderlich wie der Zusammenschluss mit Organisationen, um auf unerschlossene Märkte vorzudringen. Viele Unternehmen werden früher oder später dazu gezwungen innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, die erfolgversprechend sind, wenn Nachhaltigkeit als Innovation verstanden wird.

Bewegungssensoren – die kleinen – großen – Stromsparhelfer

Eine technologische Innovation, die den Energieverbrauch vieler Alltagsgegenstände reduzieren kann, haben zwei Erfinder des Forschungszentrums Karlsruhe, auf den Markt gebracht. Unter dem Namen Sensolute wurde ein Mikro-Vibrationssensor vorgestellt. Dieser lässt sich in vielen Gebrauchsgegenständen integrieren und erkennt Bewegungen oder Erschütterungen. Vor allem in batteriebetriebenen Geräten wie kabellose PC-Mäuse, Fahrradlampen, Fernbedienungen, Navigations- oder Hörgeräten findet der Bewegungssensor seinen Einsatz. Einer der Erfinder dieser innovativen Technik beschreibt den Einsatz des Sensors folgendermaßen: “Bewegt sich das Produkt, auf dem der Sensor befestigt ist, nicht mehr, wird automatisch der Stromfluss unterbrochen.”

Zwischen Idee und Gründung der Sensolute GmbH sind 5 Jahre vergangen. Die Arbeit der Wissenschaftler hat sich aber gelohnt, denn die Mikro-Vibrationssensoren können in einem kostengünstigen und standardisierten Verfahren in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die Vermarktung des kleinen Bewegungssensors, der nahezu unzählige Einsatzmöglichkeiten bietet, wurde gut durchdacht und mit Unterstützung des Forschungszentrums Karlsruhe vorangetrieben. Im Inneren des kleinen Energiesparwunders befindet sich eine kleine metallische Kugel, die bei Bewegung zwischen den Kontakten auf- und abrollt und so den Stromkreis schließt. Im Ruhezustand wird der Stromfluss unterbrochen und die Batterie geschont. Gerade rechtzeitig kam dieses Verfahren, denn der Einsatz der herkömmlichen Mikroschalter aus Quecksilber ist aus umwelttechnischen Gründen in ganz Europa seit 2006 verboten. Somit sind die neuen Bewegungssensoren eine dringend notwendige Alternative.

Gerade in der Technologiebranche haben deutsche Unternehmen Aufholbedarf. Das Beispiel Sensolute zeigt, dass technologische Transfers auch in Deutschland möglich sind und aus der Forschung marktfähige Projekte entstehen können. Gerade die große Nachfrage nach technologischen Innovationen, erweckt das Interesse nach der nächsten Generation umweltfreundlicher Geräte. Mit ihrem Konzept haben die Wissenschaftler des Forschungszentrums eine neue Dimension im Bereich der „grünen Technologie“ eröffnet.

Online Modernisierung – Der Weg zur effizienten Energienutzung

Es gibt viele Online-Tools die einen virtuellen Umbau ermöglichen und als Planungstool vorab zur Veranschaulichung dienen. Doch die Geschäftsidee von drei Wirtschaftsinformatikern aus Jena geht da noch etwas weiter. Vor drei Jahren kam ihnen die Idee zu einer Online-Plattform, die eine Simulation eines Einfamilienhauses aus den 60er Jahre ermöglicht, das energietechnisch bis ins kleinste Detail virtuell nach den Wünschen des Nutzers saniert werden kann. Unter Zuhilfenahme des Planungstools ModernuS können Nutzer erkennen, welche Modernisierungsmaßnahmen notwendig sind, um die Energieeffizienz ihres Hauses zu steigern und werden spielerisch an das Thema heran geführt. Gleichzeitig wird der User über die Kosten der Maßnahmen informiert und erhält die Möglichkeit nach passenden Dienstleistern der einzelnen Branchen zu suchen. Insgesamt sind rund 3000 Fachbetriebe auf der Plattform gelistet, die dafür einen Jahresbeitrag von rund 100 Euro zahlen.

Im Endeffekt kann man sich das Programm wie ein Spiel vorstellen. Jedoch kann der virtuelle Energieberater hilfreiche Tipps und versteckte „Energielücken“ aufdecken und dient gleichzeitig als Schnittstelle zwischen Kunden und Fachbetrieben. Als strategischen Kooperationspartner wählt ModernuS gezielt Sparkassen und Banken, die eine ideale Plattform für das Programm bieten. So wird ein Zugang zur breiten Masse geschaffen und Kreditprogramme von Banken für Modernisierungsmaßnahmen, direkt dem Kunden offeriert.

Ein strategisches Konzept, das aus Marketingperspektive gut durchdacht ist und zudem den grünen Ansatz verfolgt.

Green GoodGuide – Produktdatenbank mit dem grünen Daumen

Portale die es ermöglichen alle möglichen Produkte zu bewerten, gibt es wie Sand am Meer. Doch keines davon hat bisher unter CSR-Aspekten (Corporate Social Responsibility) Produktbewertungen ermöglicht. Die Bewertungsplattform GoodGuide veröffentlicht Produktkriterien wie Inhaltsstoffe, vergleicht mit anderen Produkten und nach Aspekten wie: Gesundheit, Umwelt und Sozialverträglichkeit. Das heißt also, ein Produkt das gesundheitstechnisch hoch geratet ist, erfüllt den Anspruch an ein qualitativ, hochwertiges Nahrungsmittel, ohne schädliche Inhaltsstoffe. Umweltfreundliche Produkte werden ressourcensparend hergestellt. Die Produktion ist energie- und wassersparend und verzichtet auf schädliche Abfallprodukte. Produkte die sozialverträglich gut gerankt sind, werden verbunden mit einem guten Kundenservice, Qualität, Sicherheit und guten Arbeitskonditionen für Arbeiter, die an der Produktherstellung mitwirken.

Die Bewertungen stammen aus öffentlichen Datenquellen, die sich mit der Thematik umweltbezogene Produktkriterien beschäftigen. Mehr als 60.000 Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Hygieneartikel, Reinigungsmittel und Spielzeug sind in der GoodGuide Datenbank verzeichnet, die innerhalb einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden. Das System funktioniert und der Nachhaltigkeitsfaktor den das Unternehmen anstrebt, lässt darüber hinweg sehen, dass GoodGuide auch daran interessiert ist Geld zu verdienen. Doch der Grundgedanke CSR-Kriterien als Standard bei der Bewertung von Produkten zu integrieren, ist ein innovativer und überzeugender Ansatz.

Start green, Go green – 100% ökologische Produkte

TerraCycle ist eines der ökologischsten ehemaligen Start-Ups aus den USA. Nichts ungewöhnliches, denn die Geburtsstätte innovativer Geschäftsideen liegt nicht selten in einem Land, in dem Unternehmerkultur groß geschrieben wird. So entstand auch TerraCycle aus einer Idee zweier Studenten, Jon Beyer und Tom Szaky, der Princton Universität. Mit ihrer Geschäftsidee haben sie eine Marktnische entdeckt, die zudem unter ökologischen Aspekten mehr als innovativ ist. Der Ansatzpunkt den die Beiden mit ihrem heute mehr als erfolgreichen Unternehmen verfolgen, ist so unglaublich einfach, aber dennoch effektiv. Hier könnte der Spruch „Müll ist manchmal Gold wert“ problemlos als Leitsatz gelten, denn die angebotenen Produkte bestehen alle aus recyceltem Müll. Diese Form der Wiederverwertung scheint gut anzukommen. Nur so lässt sich der hohe Umsatz, der sich auf mehrere Millionen US-Dollar beläuft und der Anklang den das Unternehmen findet, erklären.

Was sonst am Straßenrand liegt und keiner beachtet, wird nach dem es die TerraCycle Produktion durchlaufen hat, meist zu einem Verkaufsschlager. Zudem sind die „Abfallprodukte“ sehr preiswert und vor allem individuell. Ob stylische Lautsprecher aus Tetrapack, Taschen aus Altpapier oder Blumentöpfe aus alten PCs, jeglicher Müll ist für das Unternehmen recycelbar.

Bei vielen Produkten bleibt natürlich die Frage, wo die Menge an verarbeitetem Müll herkommt, wenn nicht selbst in den Mülltonnen auf den Straßen zu kramen. Ganz einfach, TerraCycle kooperiert mit Schulen und Kindergärten, die Tetrapacks, Plastik und andere Verpackungen sammeln und dafür mit kleinen Geldbeträgen entlohnt werden.

Doch wie kommt man als junger Akademiker auf so eine außergewöhnliche Geschäftsidee?

Der Anfang war die Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben mit einer ungewöhnlichen Idee. Die Abfälle der Uni Mensa verfütterten die gewitzten Studenten an Würmer, um aus deren Abfallprodukte wiederum einen pflanzlichen und 100% biologischen Dünger herzustellen.

Die positive Resonanz, das Engagement des Unternehmens und die einzigartigen Produkten haben dazu beigetragen, dass es TerraCycle Produkte bereits in die Warenregale amerikanischer Groß-Supermärkte geschafft haben. Das Konzept ist durchdacht und die Idee überzeugt auf ganzer Linie.

Tom Szaky hat ein Buch geschrieben „Revolution in a Bottle: How TerraCycle Is Redefining Green Business“, in dem er darüber schreibt, was eines der coolsten Start-Ups in Amerika so erfolgreich macht. Er merkt an, dass ökologisches Unternehmertum und soziales Engagement ein Millionen-Geschäft nicht ausschließen müssen.


Back to nature – Bio goes Fashion

Für viele hört sich Naturmode nach unförmiger und steifer Mode ohne Farbe an. In den letzten Jahren hat sich die Naturmode aber weiter entwickelt und überrascht mit neuen Farben und Schnitten. Wer bei der täglichen Fortbewegung und im Haushalt auf die Umwelt achtet, für den ist Naturmode ein weiterer Schritt zum Umweltbewusstsein. Aber auch für Allergiker birgt die Kleidung sehr viele Vorteile, denn nichts ist einem so nah wie die Kleidung. Aus verschiedenen Materialien wie Seide, Leder, Baumwolle und Leinen werden die Textilien gefertigt. Mit zusätzlichen natürlichen Farben, wie Henna, werden die Kleidungsstücke in warme Töne eingefärbt. Der Vielfalt sind demnach keine Grenzen gesetzt. Naturmode besitzt selten überflüssige Details, besticht häufig durch klare Linien, aber genau das macht sie zu etwas Besonderem. Sanft wird der Körper von den luftigen und leichten Stoffen umhüllt, so dass sie im Sommer leichte Kühle spenden. Leder- und Wollkleidung wiederum schützt vor kalten Temperaturen ohne übermäßiges Schwitzen. Meistens wird die Naturmode auch fair hergestellt, das heißt mit heimischen Materialien und lokaler Verarbeitung.

Mit Naturmode besinnt sich der Mensch zurück zum Ursprung und natürlichem Leben, bietet aber die Möglichkeit trotzdem modisch mit der Zeit zu gehen.

Hier ein paar Tipps zum Natur-Shoppen:

Wer sich für modische und natürliche Textilien interessiert, der sollte mal einen Blick auf die Kollektion der Designerin Sonja S. werfen. Jedes Stück aus ihrer Modelinie ist ein Unikat und wird aus speziellen Naturfasern angefertigt. Valevida bietet verschiedene ökologische Produkt an und ein Großteil der Produkte ist Fair Trade zertifiziert.

„Grüne“ Weihnacht: 10 Tipps für ein umweltfreundliches Weihnachtsfest

Die Vorfreude ist groß. In wenigen Tagen ist Weihnachten und die Vorbereitungen in vielen deutschen Haushalten laufen auf Hochtouren. Die letzten Geschenke werden gekauft, das Weihnachtsessen wird organisiert, die Tanne wird weihnachtlich dekoriert und die letzten Weihnachtseinkäufe werden noch schnell getätigt. Doch kaum Einer denkt bei dem ganzen Stress an Möglichkeiten, dass diesjährige Weihnachtsfest durch ein paar kleine Tipps und Tricks umweltschonender zu gestalten.

Aus diesem Grund haben wir 10 Tipps für eine „grüne“ Weihnacht zusammen gestellt, die helfen sollen trotz der ausgelassenen Weihnachtsstimmung einen kleinen Beitrag zur Umwelt zu leisten:

  1. Weihnachteinkäufe beanspruchen bekanntlich viel Zeit, aber auch pünktlich vor Weihnachten ist das Verkehrsaufkommen enorm. So sollten alle weihnachtlichen Besorgungen mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigt werden und am besten so früh wie möglich.

  2. Benutzen Sie für Ihren Einkauf am besten umweltfreundliche Einkaufstaschen, die Sie bereits vor dem Einkauf mitnehmen.

  3. Wer denkt ein künstlicher Weihnachtsbaum ist umweltfreundlicher als ein echter Christbaum, der liegt falsch. Denn irgendwann schaden diese der Umwelt, wenn sie als Plastikabfall entsorgt werden. Ein echter Weihnachtsbaum, wie eine Kiefer oder Fichte, aus heimischen Gefilden ist dagegen die bessere Alternative – dafür sprechen kurze Transportwege und eine umweltgerechte Aufzucht.

  4. Beim Schmücken und Dekorieren des Christbaums gibt es neben schönen Kugeln, Lametta & Co. auch eine bessere Möglichkeit. Besonders schön sind Strohfiguren, Äpfel, Gebäck, Nüsse und Tannenzapfen, sowie echte Kerzen, die einen Baum ganz individuell und vor allem traditionell aussehen lassen. Zudem wird der Geldbeutel stark entlastet.

  5. Auch die Entsorgung des Baumes sollte frühzeitig durchdacht sein. Wer einen eigenen Garten besitzt, kann seinen Weihnachtsbaum auf dem Kompost verrotten lassen. Für alle Anderen besteht die Möglichkeit den Baum von bestimmten Müllabfuhrunternehmen entsorgen zu lassen. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig über die Abholzeiten zu informieren.

  6. Das Weihnachtsessen ist meist üppig und vielfältig. Aber warum nicht mal was Neues ausprobieren, wie Fisch von einer lokalen, nachhaltigen Fischerei zum Festessen. Generell empfiehlt sich Nahrungsmittel lokaler und regionaler Händler einzukaufen und vor allem frisch zu zubereiten. Wer trotzdem auf den weihnachtlichen Gänsebraten nicht verzichten mag, der sollte zumindest eine Bio-Gans aus artgerechter Haltung besorgen.

  7. Sollte ein Weihnachtsessen außer Haus, in einem Restaurant, geplant sein, kann der Weg dorthin als weihnachtlicher Spaziergang mit der Familie geplant und auf das Auto verzichtet werden.

  8. Wichtigstes Thema zu Weihnachten – die Geschenke. Hier sollten vor allem persönliche und nützliche Geschenke an die Lieben überreicht werden. Wie z.B. eine Einladung zu einer gemeinschaftlichen Aktivität, etwas Selbstgemachtes oder nachhaltig produzierte Geschenke.

  9. Ganz wichtig, die Überraschungen auch umweltfreundlich verpacken! Sonst entstehen schnell große Mengen von unnützem Papiermüll, der keine Verwendung mehr findet. Viel schöner, eine kreative aber umweltfreundliche Geschenkverpackung, wie ein selbstbemalter oder beklebter Pappkarton. Wer nicht auf das übliche Geschenkpapier verzichten will, für den empfiehlt es sich recyclebares Papier zu verwenden.

  10. Zu einem besinnlichen Weihnachtsfest im Kreise seiner Familie kann Jeder beitragen, in dem er/sie mit etwas Rücksicht auf die Umwelt einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet und auch schon an das kommende „grüne“ Weihnachtsfest denkt.

In diesem Sinne: „fröhliche – grüne – Weihnachten“!

Druck Green – wie der Kaffee in den Drucker kommt

Die „Greener Gadgets Design Competition“ brachte einige interessante technische Neuentwicklungen hervor, die ökologisch gesehen nur zu bejubeln sind. Der alljährliche Wettbewerb wurde vom Portal Core77 einem Designmagazin und von den Initiatoren der Greener Gadgets Konferenz ins Leben gerufen. Die Idee, die hinter diesem Wettbewerb steht, ist neue Innovationen der grünen Unterhaltungselektronik vorzustellen. Die präsentierten technischen Neuheiten haben eines gemeinsam – sie minimieren die Belastungen der Umwelt, die beim Gebrauch eines Gerätes entstehen, während ihrer gesamten Lebenszeit.

Neben einem Stromsparschwein, das einen pädagogischen Ansatz verfolgt und den Strom abschaltet, sobald der Wert im Sparschwein aufgebraucht ist, wurde auch „sunlight“ vorgestellt. Eine ausklappbare „Matte“, die mit Solarzellen beschichtet ist und nach dem Aufladen im Sonnenlicht als Taschenlampe oder Aufladegerät für Mobiltelefone u.ä. genutzt werden kann.

RITI Drucker - druckt mit Kaffeesatz

RITI Drucker - druckt mit Kaffeesatz

Ein Highlight war der ökologische Drucker, der mit dem Abfallprodukt Kaffeesatz oder Teebeuteln druckt. Dadurch wird teure und umweltschädliche Druckertinte überflüssig. Der Öko Drucker funktioniert auf simple Art und Weise – alter Kaffeesatz oder die Reste im Teebeutel werden in eine kleine Patrone gefüllt, die auf dem RITI Drucker befestigt ist. Strom wird ebenfalls nicht benötigt, denn die Patrone wird manuell von links nach rechts bewegt, so dass ein kleiner Text oder ein Bild ausgedruckt werden kann. Für größere Druckmengen eignet sich der Drucker bis jetzt noch nicht, aber kleine Memos oder Fact Sheets können schnell und unkompliziert ausgedruckt werden. Zudem liest sich ein Bericht, der nach einer schönen Tasse Kaffee oder Tee duftet, sicher noch angenehmer. Das Konzept steht, nun ist die Frage ob dieses innovative Design-Produkt jemals in Serie geht. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall!

Die nächste Greener Gadgets Konferenz findet am 25. Februar 2010 in New York statt und man darf wieder gespannt sein, was die außergewöhnlichen und kreativen Köpfe diesmal entworfen haben.