Green GoodGuide – Produktdatenbank mit dem grünen Daumen

Portale die es ermöglichen alle möglichen Produkte zu bewerten, gibt es wie Sand am Meer. Doch keines davon hat bisher unter CSR-Aspekten (Corporate Social Responsibility) Produktbewertungen ermöglicht. Die Bewertungsplattform GoodGuide veröffentlicht Produktkriterien wie Inhaltsstoffe, vergleicht mit anderen Produkten und nach Aspekten wie: Gesundheit, Umwelt und Sozialverträglichkeit. Das heißt also, ein Produkt das gesundheitstechnisch hoch geratet ist, erfüllt den Anspruch an ein qualitativ, hochwertiges Nahrungsmittel, ohne schädliche Inhaltsstoffe. Umweltfreundliche Produkte werden ressourcensparend hergestellt. Die Produktion ist energie- und wassersparend und verzichtet auf schädliche Abfallprodukte. Produkte die sozialverträglich gut gerankt sind, werden verbunden mit einem guten Kundenservice, Qualität, Sicherheit und guten Arbeitskonditionen für Arbeiter, die an der Produktherstellung mitwirken.

Die Bewertungen stammen aus öffentlichen Datenquellen, die sich mit der Thematik umweltbezogene Produktkriterien beschäftigen. Mehr als 60.000 Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Hygieneartikel, Reinigungsmittel und Spielzeug sind in der GoodGuide Datenbank verzeichnet, die innerhalb einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden. Das System funktioniert und der Nachhaltigkeitsfaktor den das Unternehmen anstrebt, lässt darüber hinweg sehen, dass GoodGuide auch daran interessiert ist Geld zu verdienen. Doch der Grundgedanke CSR-Kriterien als Standard bei der Bewertung von Produkten zu integrieren, ist ein innovativer und überzeugender Ansatz.

Start green, Go green – 100% ökologische Produkte

TerraCycle ist eines der ökologischsten ehemaligen Start-Ups aus den USA. Nichts ungewöhnliches, denn die Geburtsstätte innovativer Geschäftsideen liegt nicht selten in einem Land, in dem Unternehmerkultur groß geschrieben wird. So entstand auch TerraCycle aus einer Idee zweier Studenten, Jon Beyer und Tom Szaky, der Princton Universität. Mit ihrer Geschäftsidee haben sie eine Marktnische entdeckt, die zudem unter ökologischen Aspekten mehr als innovativ ist. Der Ansatzpunkt den die Beiden mit ihrem heute mehr als erfolgreichen Unternehmen verfolgen, ist so unglaublich einfach, aber dennoch effektiv. Hier könnte der Spruch „Müll ist manchmal Gold wert“ problemlos als Leitsatz gelten, denn die angebotenen Produkte bestehen alle aus recyceltem Müll. Diese Form der Wiederverwertung scheint gut anzukommen. Nur so lässt sich der hohe Umsatz, der sich auf mehrere Millionen US-Dollar beläuft und der Anklang den das Unternehmen findet, erklären.

Was sonst am Straßenrand liegt und keiner beachtet, wird nach dem es die TerraCycle Produktion durchlaufen hat, meist zu einem Verkaufsschlager. Zudem sind die „Abfallprodukte“ sehr preiswert und vor allem individuell. Ob stylische Lautsprecher aus Tetrapack, Taschen aus Altpapier oder Blumentöpfe aus alten PCs, jeglicher Müll ist für das Unternehmen recycelbar.

Bei vielen Produkten bleibt natürlich die Frage, wo die Menge an verarbeitetem Müll herkommt, wenn nicht selbst in den Mülltonnen auf den Straßen zu kramen. Ganz einfach, TerraCycle kooperiert mit Schulen und Kindergärten, die Tetrapacks, Plastik und andere Verpackungen sammeln und dafür mit kleinen Geldbeträgen entlohnt werden.

Doch wie kommt man als junger Akademiker auf so eine außergewöhnliche Geschäftsidee?

Der Anfang war die Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben mit einer ungewöhnlichen Idee. Die Abfälle der Uni Mensa verfütterten die gewitzten Studenten an Würmer, um aus deren Abfallprodukte wiederum einen pflanzlichen und 100% biologischen Dünger herzustellen.

Die positive Resonanz, das Engagement des Unternehmens und die einzigartigen Produkten haben dazu beigetragen, dass es TerraCycle Produkte bereits in die Warenregale amerikanischer Groß-Supermärkte geschafft haben. Das Konzept ist durchdacht und die Idee überzeugt auf ganzer Linie.

Tom Szaky hat ein Buch geschrieben „Revolution in a Bottle: How TerraCycle Is Redefining Green Business“, in dem er darüber schreibt, was eines der coolsten Start-Ups in Amerika so erfolgreich macht. Er merkt an, dass ökologisches Unternehmertum und soziales Engagement ein Millionen-Geschäft nicht ausschließen müssen.


Back to nature – Bio goes Fashion

Für viele hört sich Naturmode nach unförmiger und steifer Mode ohne Farbe an. In den letzten Jahren hat sich die Naturmode aber weiter entwickelt und überrascht mit neuen Farben und Schnitten. Wer bei der täglichen Fortbewegung und im Haushalt auf die Umwelt achtet, für den ist Naturmode ein weiterer Schritt zum Umweltbewusstsein. Aber auch für Allergiker birgt die Kleidung sehr viele Vorteile, denn nichts ist einem so nah wie die Kleidung. Aus verschiedenen Materialien wie Seide, Leder, Baumwolle und Leinen werden die Textilien gefertigt. Mit zusätzlichen natürlichen Farben, wie Henna, werden die Kleidungsstücke in warme Töne eingefärbt. Der Vielfalt sind demnach keine Grenzen gesetzt. Naturmode besitzt selten überflüssige Details, besticht häufig durch klare Linien, aber genau das macht sie zu etwas Besonderem. Sanft wird der Körper von den luftigen und leichten Stoffen umhüllt, so dass sie im Sommer leichte Kühle spenden. Leder- und Wollkleidung wiederum schützt vor kalten Temperaturen ohne übermäßiges Schwitzen. Meistens wird die Naturmode auch fair hergestellt, das heißt mit heimischen Materialien und lokaler Verarbeitung.

Mit Naturmode besinnt sich der Mensch zurück zum Ursprung und natürlichem Leben, bietet aber die Möglichkeit trotzdem modisch mit der Zeit zu gehen.

Hier ein paar Tipps zum Natur-Shoppen:

Wer sich für modische und natürliche Textilien interessiert, der sollte mal einen Blick auf die Kollektion der Designerin Sonja S. werfen. Jedes Stück aus ihrer Modelinie ist ein Unikat und wird aus speziellen Naturfasern angefertigt. Valevida bietet verschiedene ökologische Produkt an und ein Großteil der Produkte ist Fair Trade zertifiziert.

„Grüne“ Weihnacht: 10 Tipps für ein umweltfreundliches Weihnachtsfest

Die Vorfreude ist groß. In wenigen Tagen ist Weihnachten und die Vorbereitungen in vielen deutschen Haushalten laufen auf Hochtouren. Die letzten Geschenke werden gekauft, das Weihnachtsessen wird organisiert, die Tanne wird weihnachtlich dekoriert und die letzten Weihnachtseinkäufe werden noch schnell getätigt. Doch kaum Einer denkt bei dem ganzen Stress an Möglichkeiten, dass diesjährige Weihnachtsfest durch ein paar kleine Tipps und Tricks umweltschonender zu gestalten.

Aus diesem Grund haben wir 10 Tipps für eine „grüne“ Weihnacht zusammen gestellt, die helfen sollen trotz der ausgelassenen Weihnachtsstimmung einen kleinen Beitrag zur Umwelt zu leisten:

  1. Weihnachteinkäufe beanspruchen bekanntlich viel Zeit, aber auch pünktlich vor Weihnachten ist das Verkehrsaufkommen enorm. So sollten alle weihnachtlichen Besorgungen mit dem öffentlichen Nahverkehr erledigt werden und am besten so früh wie möglich.

  2. Benutzen Sie für Ihren Einkauf am besten umweltfreundliche Einkaufstaschen, die Sie bereits vor dem Einkauf mitnehmen.

  3. Wer denkt ein künstlicher Weihnachtsbaum ist umweltfreundlicher als ein echter Christbaum, der liegt falsch. Denn irgendwann schaden diese der Umwelt, wenn sie als Plastikabfall entsorgt werden. Ein echter Weihnachtsbaum, wie eine Kiefer oder Fichte, aus heimischen Gefilden ist dagegen die bessere Alternative – dafür sprechen kurze Transportwege und eine umweltgerechte Aufzucht.

  4. Beim Schmücken und Dekorieren des Christbaums gibt es neben schönen Kugeln, Lametta & Co. auch eine bessere Möglichkeit. Besonders schön sind Strohfiguren, Äpfel, Gebäck, Nüsse und Tannenzapfen, sowie echte Kerzen, die einen Baum ganz individuell und vor allem traditionell aussehen lassen. Zudem wird der Geldbeutel stark entlastet.

  5. Auch die Entsorgung des Baumes sollte frühzeitig durchdacht sein. Wer einen eigenen Garten besitzt, kann seinen Weihnachtsbaum auf dem Kompost verrotten lassen. Für alle Anderen besteht die Möglichkeit den Baum von bestimmten Müllabfuhrunternehmen entsorgen zu lassen. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig über die Abholzeiten zu informieren.

  6. Das Weihnachtsessen ist meist üppig und vielfältig. Aber warum nicht mal was Neues ausprobieren, wie Fisch von einer lokalen, nachhaltigen Fischerei zum Festessen. Generell empfiehlt sich Nahrungsmittel lokaler und regionaler Händler einzukaufen und vor allem frisch zu zubereiten. Wer trotzdem auf den weihnachtlichen Gänsebraten nicht verzichten mag, der sollte zumindest eine Bio-Gans aus artgerechter Haltung besorgen.

  7. Sollte ein Weihnachtsessen außer Haus, in einem Restaurant, geplant sein, kann der Weg dorthin als weihnachtlicher Spaziergang mit der Familie geplant und auf das Auto verzichtet werden.

  8. Wichtigstes Thema zu Weihnachten – die Geschenke. Hier sollten vor allem persönliche und nützliche Geschenke an die Lieben überreicht werden. Wie z.B. eine Einladung zu einer gemeinschaftlichen Aktivität, etwas Selbstgemachtes oder nachhaltig produzierte Geschenke.

  9. Ganz wichtig, die Überraschungen auch umweltfreundlich verpacken! Sonst entstehen schnell große Mengen von unnützem Papiermüll, der keine Verwendung mehr findet. Viel schöner, eine kreative aber umweltfreundliche Geschenkverpackung, wie ein selbstbemalter oder beklebter Pappkarton. Wer nicht auf das übliche Geschenkpapier verzichten will, für den empfiehlt es sich recyclebares Papier zu verwenden.

  10. Zu einem besinnlichen Weihnachtsfest im Kreise seiner Familie kann Jeder beitragen, in dem er/sie mit etwas Rücksicht auf die Umwelt einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet und auch schon an das kommende „grüne“ Weihnachtsfest denkt.

In diesem Sinne: „fröhliche – grüne – Weihnachten“!

Druck Green – wie der Kaffee in den Drucker kommt

Die „Greener Gadgets Design Competition“ brachte einige interessante technische Neuentwicklungen hervor, die ökologisch gesehen nur zu bejubeln sind. Der alljährliche Wettbewerb wurde vom Portal Core77 einem Designmagazin und von den Initiatoren der Greener Gadgets Konferenz ins Leben gerufen. Die Idee, die hinter diesem Wettbewerb steht, ist neue Innovationen der grünen Unterhaltungselektronik vorzustellen. Die präsentierten technischen Neuheiten haben eines gemeinsam – sie minimieren die Belastungen der Umwelt, die beim Gebrauch eines Gerätes entstehen, während ihrer gesamten Lebenszeit.

Neben einem Stromsparschwein, das einen pädagogischen Ansatz verfolgt und den Strom abschaltet, sobald der Wert im Sparschwein aufgebraucht ist, wurde auch „sunlight“ vorgestellt. Eine ausklappbare „Matte“, die mit Solarzellen beschichtet ist und nach dem Aufladen im Sonnenlicht als Taschenlampe oder Aufladegerät für Mobiltelefone u.ä. genutzt werden kann.

RITI Drucker - druckt mit Kaffeesatz

RITI Drucker - druckt mit Kaffeesatz

Ein Highlight war der ökologische Drucker, der mit dem Abfallprodukt Kaffeesatz oder Teebeuteln druckt. Dadurch wird teure und umweltschädliche Druckertinte überflüssig. Der Öko Drucker funktioniert auf simple Art und Weise – alter Kaffeesatz oder die Reste im Teebeutel werden in eine kleine Patrone gefüllt, die auf dem RITI Drucker befestigt ist. Strom wird ebenfalls nicht benötigt, denn die Patrone wird manuell von links nach rechts bewegt, so dass ein kleiner Text oder ein Bild ausgedruckt werden kann. Für größere Druckmengen eignet sich der Drucker bis jetzt noch nicht, aber kleine Memos oder Fact Sheets können schnell und unkompliziert ausgedruckt werden. Zudem liest sich ein Bericht, der nach einer schönen Tasse Kaffee oder Tee duftet, sicher noch angenehmer. Das Konzept steht, nun ist die Frage ob dieses innovative Design-Produkt jemals in Serie geht. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall!

Die nächste Greener Gadgets Konferenz findet am 25. Februar 2010 in New York statt und man darf wieder gespannt sein, was die außergewöhnlichen und kreativen Köpfe diesmal entworfen haben.

Holz-Handys oder Mais-Laptops – die Technik der Zukunft?

Unsere Ressourcen sind endlich und gehen früher oder später irgendwann zu Neige. So ist es fast vorherbestimmt, dass alltägliche Dinge wie Handys, Notebooks oder Fernseher in Zukunft aus anderen Materialien bestehen werden, als die althergebrachten uns bekannten Kunststoffe und Metalle. Ohne diese Rohstoffe haben Handys & Co. keine Zukunftschance. Der Bedarf an Handys steigt unaufhörlich, denn heute besitzt nicht jeder ein Handy, sondern teilweise sogar zwei bis drei Modelle. Dadurch steigt nicht nur der Preis für die benötigten Rohstoffe, sondern auch die Erkenntnis darüber, dass Alternativen her müssen.

Die einzige Alternative sind nachwachsende Rohstoffe. Aber ist ein Handy aus Holz realistisch? Die Antwort lautet „Ja!“. Neuentwicklungen auf dem Markt zeigen das technische Geräte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Mais durchaus möglich sind. Der japanische Hersteller NEC hat einen biologischen Kunststoff entwickelt, der auf Mais basiert und ein besserer Wärmeleiter sein soll, als beispielsweise Edelstahl. Weiterer Pluspunkt – der Biokunststoff ist billiger und leichter als die bisherigen Materialien.

Der niederländische Handyhersteller Belleperre hat vor kurzem eine Handyreihe namens „Finest Woods“ vorgestellt, die aus exklusiven Holzelementen besteht. Verarbeitet werden dabei nur Edelhölzer, die teilweise sogar handgeschnitzt werden und aus Wäldern mit kontrolliert nachhaltigem Anbau stammen. Der Preis dieser Handys aus Holz ist noch nicht bekannt und wird nur auf Anfrage beim Hersteller genannt.

Viele Hersteller hat der Öko-Gedanke inspiriert und so hat einer von ihnen das Smartphone „Chute“ aus Bambus entworfen. Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der noch besser geeignet ist als Holz. Jedoch sind viele Handymodelle aus nachwachsenden Rohstoffen vorerst nur Konzeptstudien, die im Handel noch nicht erhältlich sind.

In Zukunft wird der Markt vermehrt Prototypen aus nachhaltigen Rohstoffen herstellen müssen, da sonst bald einige Geräte Auslaufmodelle sein könnten und auch sonst ist die Idee sehr unterstützenswert.

Der Lebensstil – ein Indikator für den persönlichen CO2-Ausstoß

Der Otto Normalverbraucher produziert in einem Jahr durchschnittlich 10,2 Tonnen CO2. Das ist nicht wenig, wenn man bedenkt das jeder Einzelne durch eine umweltbewusstere Lebensweise, bis zu zwei Tonnen pro Jahr einsparen kann. Darauf beruht auch das Klimaschutzziel Deutschlands, bis zum Jahr 2050, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.

Der Lebensstil beeinflusst den CO2-Ausstoß enorm, denn es macht schon einen großen Unterschied, ob man viermal im Jahr in die Ferne fliegt, um sich zu sonnen oder seinen Jahresurlaub in einem Wildcamp plant. Nichtsdestotrotz gibt es einige (Verhaltens-)Punkte im Leben, die mehr CO2 produzieren und die Erkenntnis darüber welche das sind – was Einem vorher vielleicht gar nicht bewusst war – können helfen ein umweltschonenderes Alltagsleben zu führen.

Mal abgesehen von den Flügen, verursacht häufiges Reisen noch mehr CO2, denn auch die Übernachtung in einem Hotel (wenn es sich nicht gerade wie im letzten Beitrag um Öko-Hotels handelt) erhöht den Energieaufwand. Allein der zumeist tägliche Handtuchwechsel oder das ständige erneuern der Bettwäsche ist nicht besonders umweltschonend.

Sind Sie ein Genießer und gehen gerne öfter mal in ein Restaurant? Dann sollten Sie sich beim nächsten Mal vielleicht Folgendes durch den Kopf gehen lassen: Der für Sie bereitgestellte Gastraum wird ständig beheizt und beleuchtet, um den Gast wohlwollend in Empfang zu nehmen und ihm einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Hinzu kommt dann noch die aufwendige Zubereitung der vielen kulinarischen Köstlichkeiten.

Ein nächster wichtiger Punkt – die Körperpflege. Der Mensch verbringt in seinem Leben ca. ein Jahr und neun Monate mit Körperpflege und der Energieaufwand der dafür benötigt wird, ist nicht unerheblich. Grundsätzlich ist bekannt, dass Duschen sparsamer ist als Baden, aber dies natürlich abhängig von der Duschzeit ist, die nicht mehr als 10 Minuten betragen sollte. Geräte die defekt sind, sollten auf eine Reparatur überprüft werden, wenn sie noch nicht besonders alt sind. Ältere Modelle sind häufig Stromfresser und sollten durch neuere Modelle, die energiesparend sind, ausgetauscht werden.

Geschirrspülen ist in der Regel effizienter im Wasser- und Stromverbrauch als eine Geschirrspülmaschine. Doch nur wenn man dabei einige kleine Dinge beachtet, wie nicht ständig kleine Geschirrmengen zu spülen oder das Wasser beim Spülen nicht laufen zu lassen. Ebenso gilt das auch für Spülmaschinen, denn der Kauf einer energiesparenden Maschine kann unter Umständen sogar besser sein als das manuelle Spülen. Darauf achten den Geschirrspüler voll auszulasten und falls vorhanden Sparprogramme zu verwenden.

Dies gilt ebenso für das Wäschewaschen, denn Wäschen bei 60 oder sogar 90 Grad sollten wenn möglich vermieden werden.

Zum Thema Energiesparlampen ist nicht mehr so viel zu sagen, denn ab September 2012 soll es in ganz Europa keine Glühlampe mehr geben und nur noch Energiesparlampen zu kaufen geben, die 80 Prozent weniger Strom fressen und eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen. Genrell sinnvoll für Beleuchtungsanlagen, sowohl Innen wie auch Außen, sind Zeitschalter und Bewegungsmelder, die individuell eingestellt werden können.

Geräte sollten grundsätzlich nicht auf Standby-Modus betrieben werden, denn im Bundesdurchschnitt lassen sich so viele Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Hilfreich können vor allem Verteiler mit Ein- und Ausschalter sein.

Die Verwendung eines Wasserkochers ist viel energiesparender als das Erhitzen des Wassers im Teekessel, da die Heizstäbe im Wasserkocher für das direkte Erhitzen sorgen und nicht wie beim Teekessel zunächst die Wände aufgeheizt werden müssen.

Als letztes Beispiel einen Tipp für alle PC- oder Laptop-Besitzer: auf aufwendige Bildschirmschoner verzichten, denn sie beanspruchen die Leistung des Gerätes mehr als gedacht. Teilweise kann es sogar sein, dass mehr Strom durch den Bildschirmschoner verbraucht wird, als durch das Arbeiten am Gerät.

All diese Tipps sind nur kleine Denkanstöße und geben sicherlich mehr Aufschluss darüber, ob unser Lebensstil die Umwelt vielleicht zu stark belastet oder ob wir uns schon als „grüne Retter“ einstufen dürfen. An alle für die das noch nicht gilt, wird eine CO2-Diät empfohlen.

Eco-Hotels – eine Reise auf Sparmodus

Der Begriff nachhaltiger Tourismus ist in den letzten Jahren immer wieder in politischen Debatten zu hören und bleibt unverändert aktuell. Gerade in Zeiten, in denen Klimaprognosen nichts Gutes verheißen, macht sich auch der „kleine“ Einwohner seine Gedanken, wie er seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Warum nicht beim Urlaub anfangen? Durch die bedachte Auswahl eines Hotels, das den ökologischen Nachhaltigkeitsgedanken verfolgt und dementsprechend den Hotelbetrieb aus ökologischer Perspektive aufrecht erhält, kann ein Jeder einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die International Ecotourism Society gibt an, dass fast 70 Prozent gewillt sind für ein Hotel mehr Geld auszugeben, wenn es umweltfreundlich agiert, anstatt Eines auf einem niedrigeren preislichen Niveau, das dem Umweltgedanken nicht gerecht wird.

Was bedeutet eigentlich sanfter Tourismus und wie kann man sich das konkret vorstellen?

Zunächst die Definition des Forums für Umwelt & Entwicklung:

“Nachhaltiger Tourismus ist von den Grundsätzen der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung und den Empfehlungen der Agenda 21 geleitet. Er muss soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Verträglichkeitskriterien erfüllen. Nachhaltiger Tourismus ist langfristig, d.h. in Bezug auf heutige wie auf zukünftige Generationen, ethisch und sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig”.

(Forum Umwelt und Entwicklung, 1999)

Wie sich daraus entnehmen lässt, soll ein pfleglicher Umgang mit der Natur hergestellt werden, um eine gute Umweltqualität auch in Zukunft gewährleisten zu können.

So haben sich auch die Hotels dieser Welt ihre Gedanken gemacht, wie sie umweltbewusster agieren können. Hotels die sich als Öko-Herberge bezeichnen wollen, müssen einige Kriterien erfüllen, die das Umweltmanagement, die Firmenpolitik, die Schulung der Angestellten, den Einkauf, die Einheimischen und die Bewahrung des Reiseziels selbst betrifft.

Denkbar attraktive, aber aus ökologischer Perspektive schlechte Touristenattraktionen, sind bspw. ein Whirlpool im Iglu oder eine Poollandschaft mitten in der Wüste. Es gibt aber auch beispielhafte Hotels, die durch ein ökologisches Konzept überzeugen und somit immer mehr Reisende anziehen.

Im Folgenden sollen auszugsweise einige Hotels aus der ganzen Welt vorgestellt werden, die mit ihrem Handeln und Denken das Prinzip des sanften Tourismus verstanden haben:

1. Ökoferienanlage Shompole in Kenia

Hier arbeiten einheimische Massais zum Wohle der Gemeinschaft. Das funktioniert, Safari-Touren werden von ehemaligen Jägern organisiert, Massai Frauen verkaufen ihre aufwendigen Handarbeiten an die Touristen. Die erwirtschafteten Einnahmen kommen dem Artenschutz und der Stammesgemeinschaft zu gute. Eine Übernachtung für rund 330 Euro pro Nacht ist zwar nicht billig, aber dafür wird neben hohem Komfort, auch das schlechte Gewissen beruhigt.

2. Mercure Hotel Aufkirchen – umweltfreundlichstes Hotel Deutschlands

Dieses Hotel darf sich seit 1993 mit dem Titel „umweltfreundlichstes Hotel Deutschlands“ schmücken und ist bis ins kleinste Detail vom ökologischen Gedanken getrieben. Die gesamte Beleuchtung im Haus reagiert auf Bewegungsmelder, die Kosmetik ist tierversuchsfrei und es gibt einen Parkplatz mit Aufladestation für Elektroautos. Ein Doppelzimmer kostet zwischen 54 und 249 Euro die Nacht.

3. Das Banyan Tree Phuket in Thailand

Ist eine ehemalige Zinnmine und wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, das einen Hotelkomplex beherbergt. Ein Teil der Einnahmen fließen in den Umweltschutz und wird zu Gunsten der Einheimischen der Gemeinschaft gespendet.

4. Das Nihiwatu Hotel auf der indonesischen Sumba Insel

Zeigt wie trotz Tourismus die Kultur und alte Traditionen gehegt werden können. Eingebettet zwischen weitläufigen Reisterassen und tropischen Wäldern, wurde das Hotel seiner Umgebung optimal angepasst und bietet zudem Zugang zu einmaligen Naturstränden. Das Engagement des Hotels liegt im Erhalt der Insel und seiner Bewohner.

Es gibt natürlich unzählige weitere Destinationen, die aus ökologischer Perspektive für jeden umweltbewussten Reisefreund eine Überraschung bereithalten. So dann, eine gute Reise!

Die “grüne” Jeans – eine ökologische Alternative

Man mag es kaum glauben, aber der Öko- und Biotrend zieht sich wie ein roter Faden durch die Konsumgüterindustrie und so ist es nicht verwunderlich, dass es nun auch ökologisch hergestellte Jeansmodelle zu kaufen gibt. Im Grunde ist das aus umwelttechnischen Gründen gar kein schlechter Ansatz, denn die Herstellung einer Jeans belastet die Umwelt weitaus mehr als die Produktion anderer Kleidungsstücke. Der Grund dafür liegt zum Einen an der empfindlichen Baumwollpflanze, die häufig in Monokulturen gepflanzt und mit Chemikalien behandelt wird, um möglichst viele Pflanzen für die Produktion verwenden zu können. Zum Anderen ist der Wasserbedarf bei der Herstellung mit ungefähr 40.000 Litern für eine einzige Jeans enorm! Die Menge lässt sich so begründen, dass diese insbesondere für die aufwendige Waschung einer Jeans nötig ist.

Es geht aber auch anders. Öko-Kleidung ist längst nicht mehr nur für Verfechter der grünen Bewegung tragbar, sondern wird zunehmend zu einer Nische im Markt. Der Öko-Look hält langsam aber sicher Einzug in die Fashion Hot-Spots, von New York bis London war der Trend schon auf den Straßen zu sichten und dürfte sich wohl in naher Zukunft weiter behaupten, denn eine Jeans die den ökologischen Gedanken verkörpert, lässt sich gesellschaftlich ohne Probleme vertreten.

Einige der großen Jeans Hersteller wie 7 for all mankind setzen bereits auf die ökologische Jeansherstellung und erkennen dabei einen wichtigen Punkt. Mit der Jeans auf ökologischer Basis können Hersteller im hart umkämpften Jeans-Markt eine Nische besetzen. Allein der Gedanke das Chemikalien und Pestizide, die bei der Produktion von Baumwolle eingesetzt werden, später durch Schwitzen in die Haut gelangen können, führt dazu das Konsumenten auch bereit sind mehr Geld für eine Öko-Jeans auszugeben. Mit diesen Aussichten sollten sich auch Konsumenten bewusst werden, was ihnen beim Kauf einer Jeans wichtig erscheint. Ist es die preiswerte Jeans, die bereits mehr Länder auf ihrer Produktionsreise durchwandert hat, als ihr späterer Besitzer oder ist es die ökologische Jeans, die ohne moralische Bedenken vertretbar ist?

Grüne Elektronik – Green like an Apple or just a lemon?

Menschen, die sich heutzutage einen neuen PS-starken Sportwagen kaufen, haben gemeinhin den gesellschaftlich Status eines Umweltverschmutzers. Aber was ist mit jemandem, der sich einen iPod oder eine Spielkonsole von Nintendo zulegt?

Elektronikschrott wird zunehmend zum Problem

Elektronikschrott wird zunehmend zum Problem

Die immer größer werdende Masse an anfallendem Elektroschrott wird zunehmend zu einer ernsthaften Belastung für die Umwelt. Der Eine oder Andere wird schon vor einiger Zeit gemerkt haben, dass auch die Apple Produkte vom Grün eines Apfels noch weit entfernt sind. Obwohl sich insgesamt ein breites Umdenken in der Technik-Branche bemerkbar macht, fällt die Geschwindigkeit, mit der die Hersteller versuchen „grüner“ zu werden, sehr unterschiedlich aus.

Im September 2009 hat Greenpeace zum 13. Mal die 18 führenden Hersteller von Computern, Handys, Fernsehern und Spielkonsolen, bezüglich ihrer Einstellung zum Umweltschutz, miteinander verglichen (Greenpeace Guide to Greener Electronics).

Dabei sorgen einige Ergebnisse für Überraschung. So hat Samsung beispielsweise einen guten zweiten Platz belegt wohingegen Acer und HP mit einem 13. und 14. Platz eher am unteren Ende der Liste rangieren. Und das obwohl auch Acer und Co. energiesparende Produkte anbieten.

Lenovo, gerade mal einen Platz vor dem Schlusslicht Nintendo, wirbt auf seiner Webseite sogar mit diversen Gütesiegeln für Energieeffizienz der Produkte, wie dem „Energy Star 4.0“ oder einem Zertifikat von „climate savers“, und trotzdem wurde das Unternehmen von Greenpeace abgestraft. Denn schließlich wird die Umwelt nicht nur durch das Betreiben des Gerätes belastet sondern auch während des Herstellungsprozesses und durch die Entsorgung. Also beim Kauf von Elektrogeräten z.B. bei MediMax immer auf die Energieeffizienz achten und Gütesiegel genau anschauen.

So möchte man bei Lenovo bisher nicht auf die Verwendung von Flammschutzmitteln wie PVC oder verbromte Bauteile verzichten. Den Vorsatz, bis Ende 2010 diese und ähnliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen, wurde vor kurzem kommentarlos fallen gelassen. Zum Ende des Produktlebenszyklus werden dem Kunden zwar die Möglichkeiten zum Recycling angeboten aber diese werden nur schleppend genutzt. Für die Umwelt stellt das ein erhebliches Problem dar, da der in ein paar Jahren entstehende Elektroschrott von Lenovo besonders gefährlich ist. Und auch die hohe Energieeffizienz, auf die Lenovo so stolz ist, ist nicht für alle Computer und Bildschirme zu haben sondern nur für ausgewählte und insbesondere teurere Modelle. Der umweltbewusste Verbraucher sollte Elektronikartikel an dieser Stelle also besonders Kritisch betrachten.

Andere Hersteller sind da schon wesentlich weiter. So liegen alle Geräte von Samsung schon seit längerem mindestens auf dem „Energy Star“ Niveau oder weit darüber. Auf die besonders giftigen Chemikalien wird verzichtet und gleichzeitig ein hoher Anteil an recyceltem Plastik verarbeitet.

Auf die Spitze treibt Samsung den Öko-Trend mit dem neuen Samsung Blue Earth, einem Handy mit Solarzellen auf seiner Rückseite, das allein durch Sonnenenergie betrieben werden kann. Und sollte mal keine Sonne scheinen, so kann das Handy auch mit dem mitgelieferten Ladegerät versorgt werden. Das wurde übrigens mit einer Energieeffizienz von fünf Sternen ausgezeichnet. Das Gehäuse des Mobiltelefons wurde aus gebrauchten Plastikflaschen hergestellt.

Nokia Handys lassen sich besonders gut recyceln

Nokia Handys lassen sich besonders gut recyceln

Den Klassenprimus des Greenpeace Rankings stellt Nokia, deren Einstellung zum Schutz der Umwelt bereits fester Bestandteil der Firmenphilosophie ist. Während des gesamten Lebenszyklus eines Mobiltelefons wird in jeder Phase versucht eine Umweltverträgliche Lösung zu finden. Die Herstellung sollte mit umweltfreundlichen Materialien geschehen, die besonders effizient eingesetzt werden, während der Produktnutzungsphase sollte der Energieverbrauch besonders niedrig liegen und anschließend müssen Enstsorgungskonzepte, wie Recycling-möglichkeiten vorhanden sein.

Bereits seit 2001 kann man zu jedem Nokia Produkt, sei es ein Handy oder Zubehör, auch eine sogenannte Eco-Declaration downloaden. Hierbei handelt es sich um einen mehrseitigen Bericht im PDF-Format, der Aufschluss darüber gibt auf welche sonst gängigen Chemikalien beim betreffenden Produkt verzichtet wurde und weshalb die Bauart das Produkt besonders leicht recycelbar macht. Damit macht Nokia die ständige Verbesserung der Umweltverträglichkeit der eigenen Geräte zum persönlichen Anspruch.

Grüne Elektronik kann einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten

Grüne Elektronik kann einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Umwelt leisten

Wie so oft stellt sich bei den besonders umweltfreundlichen Produkten die Frage des Preises. Natürlich kostet das Notebook von Samsung durchschnittlich mehr als das von Lenovo. Man vergisst aber nur allzu leicht, dass der Produktpreis nicht nur auf monetäre Art gezahlt wird. Auch das was wir der Umwelt mit unserem Produktkauf antun, muss auf irgendeine Weise abgegolten werden. Diese Kosten gehen, insbesondere bei der Verwendung hochgiftiger Chemikalien wie Flammschutzmitteln, zu lasten unseres Grundwassers, sowie den Flüssen und Seen.

Manchmal reicht es nur ein paar Euro mehr auszugeben, um einen echten Unterschied zu machen. Und nur so lange umweltschädliche Produkte verkauft werden, werden diese auch Produziert.

Denkt doch beim nächsten Kauf eines Elektronikartikels einfach mal darüber nach.