Viele sitzen im Büro an ihren Rechnern und denken kaum an die Umwelt. „Wozu auch, während der Arbeit kann man ja sowieso keine Energie einsparen“, so denken viele, doch dies ist nicht richtig. Denn auch während man am Rechner sitzt, kann man der Umwelt einen Gefallen tun.
Das Modewort lautet „Green IT“. Dadurch ist es möglich die Ressourcen besser zu nutzen und somit klimaschonender zu arbeiten. Kaum einem ist es bewusst, wie viele Tonnen CO2 täglich durch die Nutzung des Computers in den Himmel geschleudert werden. Ein einzelnes mittelständisches Unternehmen, mit zirka 100 Beschäftigten, verbraucht alleine nahezu 15 Tonnen pro Jahr. Wenn man sich überlegt wie viele Großunternehmen und Firmen in Deutschland ihren Sitz haben, kann man sich ausrechnen wie viele Tonnen CO2 jährlich in die Luft geschleudert werden.
Die Auslastung der Server liegt nur bei 10-20 %, obwohl sie den ganzen Tag angeschaltet sind. Kaum einer schaltet seinen Computer während der Arbeit gerne aus, da das erneute Hochfahren einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Jedoch laufen die Kühlungen somit rund um die Uhr und verbrauchen eine Menge Energie. Die Idee des Green IT ist es, heterogene Systeme zusammen zuführen, um die Zahl der Server und Rechenzentren in einer Firma einzugrenzen. Um die weniger werdenden Server optimal zu nutzen, wird mittels einer Virtualisierung versucht die Kapazitätsauslastung zu steigern. Dies geschieht indem man diverse Anwendungsprogramme auf unterschiedlichen Rechnern auf einen bündelt und somit die Energiekosten der anderen PCs einsparen kann. Mindestens genauso entscheidend ist die Änderung der Energieeinstellungen, da man dadurch schon eine halbe Tonne CO2 pro PC im Jahr einsparen kann.
Unternehmen können mit Hilfe der Serviceorientierten Architekur (kurz SOA) ihre Dienste und Geschäftsprozesse in Abstraktionsebenen gliedern und ressourcenschonender handeln. Somit wird es möglich, den Energie- und Materialverbrauch, durch den Ausbau einer IT- Infrastruktur, zu senken. Neben dem Energieverbrauch, der durch die permanente Nutzung des Computers besteht, sind auch die Kühlungen ein hoher Energiefaktor.
Wichtig ist es also, den Stromverbrauch zu senken. Leistung ist dabei auch heute noch die wichtigste Eigenschaft, die ihr Computer ausweisen muss. Wenn Sie ihre alten Server gegen neue eintauschen möchten, denken Sie immer an den Effizienzfaktor.
Ihr Computer sollte bei der höchsten Rechenleistung den niedrigsten Energieverbrauch bieten. Dadurch werden die Effizienzpotentiale ihres Rechners vollständig ausgeschöpft. Heutzutage müssen die Laptops und Desktops mindestens einen Energy Standard 4 aufweisen, um als profitabel angesehen zu werden.
Mit der Green IT- Strategie sind Sie nicht nur in der Lage Strom und Energie zu sparen, sondern darüber hinaus auch wirtschaftlicher zu arbeiten, da Ihre IT- Ausstattung nach der tatsächlichen Anforderung angeordnet wird.
Ein Fallbeispiel der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2008 macht deutlich, dass es sich lohnt in die Green IT zu investieren. Bei 100.000 Mitarbeitern und 170.000 Servern konnten Sie durch das Projekt 12.000 MW/h an Strom einsparen, was eine Kostenersparnis von 1.680.000 Euro im Jahr ausmacht. Darüber hinaus wurden 19.000 t/Jahr an CO2 eingespart.
Die Green- IT Strategie schont also nicht nur die Umwelt, sondern zusätzlich auch das Portemonnaie. Wie man sieht, ist es auch am Arbeitsplatz möglich sich effektiv für die Umwelt einzusetzen. Es gibt dafür viele Möglichkeiten energieschonend zu agieren, eine davon ist definitiv die „Green IT“.

