Stevia – sorgt für wenige Kalorien und viel Ärger

Eine südamerikanische Pflanze stellt die Werbebranche und die Lebensmittelindustrie auf den Kopf. Stevia ist ein Stoffgemisch, das auch als Süßstoff verwendet wird und von der Pflanze Stevia rebaudiana stammt.

Zulassung und Lebensmittelmarkt

Seit Ende 2011 ist es, nach langem prüfen und vielen Zweifeln, in Deutschland als Lebensmittel zugelassen.

Die Pflanze hingegen darf bisher nicht vertrieben werden, da nicht genug über ihre Inhaltsstoffe bekannt ist. Vorteil von Stevia ist, dass es fast so wenige Kalorien beinhaltet wie klassischer Süßstoff allerdings nicht chemisch sondern natürlich ist.

Da Stevia oft auch chemisch nachgemacht wird gab es Probleme bei der Eu-Zulassung, außerdem musste das neue Süßungsmittel auf gesundheitliche Folgen getestet werden.

Coca Cola

Höchst interessant! Nicht nur für Menschen, die stark auf ihre Figur und Gesundheit achten, sondern auch für die Fast Food Industrie. Kein Wunder das Coca Cola da direkt die passende Brause auf den Markt wirft. Gelaunched wurde das neue Produkt unter dem Namen Coca Cola Life und entgegen der bekannten Coke Corporate Identity – mit einem grünen Edikett. Als Testmarkt haben sich die Amerikaner den argentinischen sowie chilenischen Markt ausgesucht, auch der europäische wird anvisiert. 2014 kommt die grüne Coke nach Frankreich und auch Deutschland soll, wenn das Produkt gut ankommt, angeblich schnell folgen.

Die Werbung

Bei diesen Neuigkeiten scharen natürlich auch andere Brauseproduzenten mit den Hufen. Denn fast unbemerkt haben die Hamburger Jungs von Fritz Cola eine Stevia Coke auf den Markt gebracht und das bereits Ende 2011 als Stevia in Deutschland als Süßungsmittel zugelassen worden ist.

Die Möglichkeit Frauen den Genuss von Softdrinks und Co. zu ermöglichen ist eine die genutzt werden will. Und das tut die Lebensmittelindustrie, immer mehr Stevia-gesüßte Produkte kommen auf den Markt und da zieht auch die Werbebranche mit. Einige Anzeigen sorgten bereits für viel Diskussionsstoff im Internet. Aber das wird den Konsumenten nur wenig  interessieren. Hier ist abzuwarten ob Stevia bei den Verbrauchern geschmacklich ankommt! Für so viel Aufregung sorgt bisher vielleicht nur eine andere grüne Pflanze und die bleibt, anders als Stevia, weiterhin illegal!

 

 

Grüne Weihnachten, aber bitte mit Schnee!

Der Traum von weißen Weihnachten ist Schnee von gestern! Aber keine Angst, es gibt bisher keine Hiobsbotschaften der Wetterfrösche, dass an Weihnachten die Wiesen grün’. Damit das auch in Zukunft so bleibt und der Klimawandel uns den weihnachtlichen Schnee nicht endgültig rauben kann, steht Weihnachten 2013 unter einem nachhaltigen Stern. Mit diesen Tipps und Tricks werden die grünen Weihnachten, egal welche Witterungsbedingungen anstehen werden, zu einem echten Erfolg!

Der Baum

Das Herzstück eines jeden Weihnachtsfestes – der Tannenbaum. Hier sollte nicht nur darauf geachtet werden, dass die Tanne unter umweltfreundlichen Bedingungen gewachsen ist und gezüchtet wurde. Ganz wichtig ist auch ihr Ursprung, denn eine Bio-Nordmann-Tanne aus Skandinavien wurde vielleicht unter den passenden Bedingungen für nachhaltige Weihnachten gezüchtet, der Transport bis nach Deutschland ist aber so schlecht für die Umwelt, dass die Bio-Züchtung das ganze nicht besser macht.

Alternative gesucht? Gibt es und zwar direkt um die Ecke. Entweder einen Baum im Topf kaufen, der nach dem Fest der Umwelt zurück gegeben wird oder Fichten und Kiefern. Diese wachsen in ganz Deutschland, einfach den Förster ansprechen. Er verkauft Bäume, die den Winter oft nicht überstehen würden, das traute Heim aber schön schmücken können. Im Zweifel nicht nur die nachhaltigere, sondern auch günstigere Variante.

Der Schmuck und die Beleuchtung

Lichterketten können, wie in alten Zeiten durch Kerzen ersetzt werden. Bei kleinen Kindern im Haus ist das natürlich eine gefährliche Variante. Deswegen sind hier zumindest stromsparende Lichterketten zu empfehlen.Wer bereits Kugeln aus Glas und Plastik hat, der kann die natürlich weiterhin benutzen. Aber Baumschmuck wie Lametta, der jährlich erneuert wird und später im Müll landet, sollte durch natürliche und ebenso hübsche varainen ersetzt werden. Sterne aus Stroh, Figuren aus Wachs, getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen. Das macht vorallem den Kindern Spaß – beim Basteln und Plündern!

Das Essen

Der Weihnachtsschmaus ist jedes Jahr etwas ganz besonderes, da werden nur selten Kosten und Mühen gespart. Hier ist es ähnlich wie beim Baum. Wer acht gibt, der kauft nur Waren mit Bio-Siegel. Meistens schmecken gerade Fleischprodukte so noch besser und beim Verzehr können alle Gäste sicher sein, dass es sich hier um Gänse und Co. Aus artgerechter Tierhaltung handelt. Trotzdem! Eine glückliche Gans aus Frankreich macht das Weihnachtsfest nicht nachhaltig. Ihr Weg bis auf den deutschen Küchentisch ist mit einem enormen CO2-Verbrauch verbunden. Lieber den Bauern mit lokaler Nähe unterstützen, bei ihm das Fleisch kaufen und somit was für Mensch und Natur tun.

Der Transport/Reisen

Viele Familien reisen durch die ganze Republik oder gar um die Welt um ihre Familien zu besuchen und mit ihnen das große Fest zu verbringen. Das soll auch niemandem, gerade im Dezember, verwehrt werden. Mit etwas Absprache kann man aber auch hier viel für die Umwelt tun. Das Auto durch die Bahn ersetzen, auf dem Weg andere Familienmitglieder einsammeln und auf ein zweites Auto verzichten oder das Fest so planen dass es geographisch günstig gelegen ist – für alle. Das spart Zeit, Nerven und Schadstoffe.

Der Advents-Kalender

Hier ist mal wieder basteln angesagt und das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Nicht zu vergessen die große Freude der Beschenkten, die ein ganz individuellen Adventskalender ihr eigen nennen dürfen.

Die Geschenke

Hier kann natürlich jeder selber gucken, was er verpackt und wie grün das ist. Aber es kommt nicht nur auf den Inhalt an, hier zählt ausnahmsweise auch mal das Äußere. Anstelle von umweltschädlichem Glanzpapier kann Packpapier hier seinen Einsatz finden. Das ist nicht nur hübsch, sondern kann traumhaft individualisiert werden, Stoffschleifen können problemlos wiederverwendet werden. Wenn es geknickt ist, dann hilft das Bügeleisen um die Schleifen auf das nächste Fest vorzubereiten.

Zu guter Letzt…

Und wer jetzt immer noch nicht glaubt, dass der grüne Stern über dem Weihnachtshimmel stehen sollte, der fragt am Besten mal den Weihnachtsmann, was der so vom Klimawandel hält. Wir versprechen allerdings, Geschenke von Santa kann’s in Zukunft nicht mehr geben, wenn Weihnachten tatsächlich grün anstelle von weiß werden sollte….

Unbedingt dieses kurze und lustige Video zum Thema anschauen!

Nachhaltige Stromversorgung in Berlin – über Initiativen und einen Volksentscheid

Die deutsche Hauptstadt ist seit Jahrzehnten für seine politisch aktiven Bürger bekannt, gerade die Themen Umweltpolitik, Nachhaltigkeit und Co. werden in der Metropole groß geschrieben. Das zeigte auch die letzte Berlin-Wahl im Jahr 2011, auch wenn Bündnis 90/die Grünen es nicht schaffte eine Regierung zu bilden, 17,6% der Wahlbeteiligten gaben ihre Stimme der Partei, die sich der Umwelt verschrieben hat.

Der Volksentscheid zum Öko-Stadtwerk

Den Aktivisten ist auch der Energie-Volksentscheid am Sonntag den 3.11. zu verdanken, für den sie sich in den vergangenen Jahren stark machten, so dass dieser am Wochenende durchgeführt wurde.

Initiiert durch den Berliner Energietisch, hatte die Berliner die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben und sich dadurch für ein Öko-Stadtwerk auszusprechen.

Hintergrund

Unter dem Motto “Vattenfall den Stecker ziehen” setzte sich der Berliner Energietisch für ein Öko-Stadtwerk ein. Auf ihrer Website erklärt sich die Initiative wie folgt:

Durch das Volksbegehren soll das Land Berlin dazu verpflichtet werden, ein eigenes modernes Stadtwerk zu gründen und das Berliner Stromnetz zu rekommunalisieren. Mit einem Gesetzesentwurf werden demokratische, ökologische und soziale Verpflichtungen und Aufgaben des Stadtwerks und der Netzgesellschaft festgelegt.

Ausgang des Volksentscheids

Doch der Volksentscheid scheiterte – ganz knapp und das am Quorum. Woran es lag, dass im Gegensatz zum Wasser-Volksentscheid 2011 nicht genügend Berliner ihre Stimme abgaben ist unklar, alllerdings sollte erwähnt werden, dass die Berliner Regierung aus CDU und SPD die Bürger immer wieder aufforderten sich gegen das Öko-Stadtwerk auszusprechen. So stimmten zwar 83 Prozent der Wahlbeteiligten für das grüne Stadtwerk, allerdings nahmen nicht genügend Berliner ihre Chance war. Von 25% der benötigten Stimmen besuchten 24,1% die Wahllokale an der Spree – am Ende des Tages fehlten 21.000 JA-Stimmen.

Initiative BERLIN SPART ENERGIE

Dennoch, das Thema Rund um die Energieeinsparung wird in Berlin weiterhin groß geschrieben und das Ganze auch vom Senat unterstützt.

Die Initiative BERLIN SPART ENERGIE, aus ihr ist bisher auch der Aktionstag (2012) und die -woche entstanden (2013), wird von großen Namen aus Wirtschaft und Politik unterstützt. Zu den Unterstützern gehört auch der schwedische Mitversorgen Vattenfall.

Aktionswoche 2013

Zeitlich perfekt zum Volksentscheid gelegen endete die Aktionswoche 2013 diesen Sonntag. In der vergangenen Woche bekamen die Berlinerinnen und Berliner in über 100 Programmpunkten die Konkretwerdung der Energiewende im Gebäudebestand der Hauptstadt näher gebracht. Und auch im Jahr 2014 wird die Energie-Woche wieder statt finden, neue Teilnehmer können sich seit gestern bewerben.

Und in Zukunft?

Für einige ist der gescheiterte Volksentscheid ein herber Rückschlag, andere atmen auf. Dennoch ist die Hauptstadt auf einem Weg in eine grünere Zukunft, wie diese aussehen wird, das hängt wie so oft an den Berlinern selbst un dem Ausgang der nächsten Wahl. Hier wird sich zeigen, welche Position die Grünen hier einnehmen werden und wie groß der Wowereit-Schaden tatsächlich ist.

Hier geht’s zu einem interessanten Video, das den Energie-Volksentscheid einfach und genau erklärt.

Die Homepage der Initiative BERLIN SPART ENERGIE

Homepage zum Berliner Energietisch

Informationen und Tipps für Berlin Besucher gibt es auf Berlin-Tipps.net

Urlaub für die Umwelt, wenn das Smartphone Sonne tankt – CHANGERS

Solarbetriebene Ladegeräte überschwemmen derzeit den Markt. Ziemlich logisch, da sie absolut den Nerv der Zeit treffen. Klimawandel, Solarenergie, Smartphones, junge innovative Ideen. Das alles decken die kleinen Dinger ab. Und obwohl sie so viel gemeinsam haben, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. In Preis, Form, Qualität und Funktionsweise unterscheiden sie sich enorm.

Aber eines dieser solarbetriebenen Zukunftsideen tanzt aus der Reihe, weshalb der greenbusiness.blog. das grüne Start up CHANGERS heute genauer betrachtet.

 

Das Set

Das CHANGERS Starter Kit besteht aus Kalhuohfummi und Maroshi und kostet 149,00 EUR. Hierbei handelt es sich nicht um asiatische Mangafiguren. Kalhuohfummi ist ein intelligenter Solarakku, der vom Handy bis zur Spielekonsole alle mit neuer Energie versorgt. Zusätlich ist der handliche Akku in der Lage die Mengen erzeugter Energie sowie die CO2-Einsparung zu messen. Die Daten sind allerdings nicht nur für die persönliche Unterhaltung gedacht, sondern spielen auf weiteren Ebenen bei CHANGERS eine wichtige Rolle.

Maroshi ist ein flexibles Solarmodul und wiegt weniger als 100g. Wenn es optimal zur Sonne ausgerichetet ist, dann ist es nach vier Stunden vollständig geladen.

Wem CHANGERS gefällt, der kann nachrüsten, mit einzeln erwerbaren Solarmodulen.

 

Die Funktionsweise

Maroshi, das Solarmodul, kann seine Energie nach dem Laden an alle möglichen Geräte weiter geben. Hierzu benötigt es allerdings den Solarakku und ein Kabel, das dem Starter Kit beigelegt ist. Das Solarmodul ist wetter- aber nicht wasserfest und kann auch unterwegs genutzt werden. Befestig man es Beispielsweise auf dem Rucksack, spart man bei einer Fahrradtour noch mehr CO2. Ist das Akku einmal aufgeladen, wird es ein iPhone etwa 3-4 mal komplett aufladen können – es lohnt sich also.

Für die geläufigsten Geräte sind dem Kit schon Adapeter hinzu gefügt, allerdings kann es auch hier passieren, dass Zusatzkosten für weitere Adapter enstehen.Eine Ladeanzeige demonstriert wieviel Sonne derzeit auf das Panel einwirkt, ein Button auf dem Adapter gibt an, wie viel Energie insgesamt schon geladen wurde. Das große Panel ist von klarem Vorteil gegnüber anderen Solarladegeräten, denn es sorgt für eine verhältnismäßig kurze Ladezeit und ist von dem eigentlichen Akku getrennt. Dies sorgt natürlich für eine besondere Flexibilität.

 

Die Community

Das Akku hat eine Datenschnittstelle, mit deren Hilf der User in der Lage ist die eingesparte Energie in sozialen Netzwerken zu teilen. Auch hier wird wieder der Nerv der Zeit getroffen und aus diesem Grund gibt es auch die CHANGERS interne Communitiy. Aufgebaut wie andere soziale Netzwerke können die User hier kommunizieren, ihre CHANGERS-Erfolge teilen und lustige Awards und Auszeichnungen zum Energiesparen gewinnen.

 

Der Marketplace

Der Marketplace von CHANGERS ist eine zusätzliches Feature, das von echter Kundenbindung zeugt. Die mit CHANGERS gesparte Energie kann hier eingetauscht werden in Punkte, mit denen wiederum eingekauft werden kann bei Partnern von CHANGERS. DHL, Kochzauber und DiveNow sind neben Fairtrade Kaffee nur einige Marken und Produkte. Der Nutzer spart also nicht nur Energie, sondern langfristig auch ein wenig Geld. Der hohe Preis des Ladegeräts ist also nicht ganz so schmerzlich.

 

Stimmen aus dem Web

Das Unternehmen wurde bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet, sowohl für die fortschrittliche Idee als auch das Design. An einigen Dingen wie der Ladezeit, der Wassserdichte und anderen Dingen muss definitv noch gearbeitet werden. Aber CHANGERS ist auf einem guten Weg und das Produkt spannend, nachhaltig und sinnvoll. Wer hätte geacht, das Technik eines Tages so grün wird?

Hier gehts zur Website von CHANGERS

interessantes YouTube-Video zum Starter Kit

Ein Dorf an der Spree – neben der U-bahn

Spießbürgertum, Landwirtschaft, Alter, schlechte Anbindung, wenige Arbeitsplätze. Das sind negative und häufige Assoziationen zu Dörfern. Romantiker bringen die kleinen Orte mit Gesundheit, Ruhe, Landwirtschaft, Natur und Zusammengehörigkeit in Verbindung und der Farbe Grün. Berlin hingegen repräsentiert die deutsche Internetszene, ein weltbekanntes Nachtleben, viel Dreck und Lärm. Außerdem gilt die Metropole als absolute Kulturhauptstadt mit einer einmaligen Geschichte, zieht Millionen von Touristen an. Grünes Gedankengut? Ja, das gibt es hier! Grüne Flecken eher weniger. Wieso also dieser Vergleich?

 

Das Konzept

Wo einst der alternative Technoclub, die Bar25, am Spreeufer seinen Platz hatte, entsteht zurzeit ein Dorf – der Holzmarkt.

Hier wollen aber nicht einige Berliner Mittelalter spielen und die Zukunft ignorieren, der Holzmarkt ist ein Millionenprojekt – nur keines der klassischen Art. Ein Hotel, ein Club, ein Technologie- und Startupzentrum sowie ein Kindergarten finden hier neben einem Studentenheim, bezahlbaren Mietwohnungen und etwa 2000qm Landwirtschaft Platz. Im Dorf wird es Geschäfte, Bars und Cafés geben, sogar ein nächtliches Kinderhotel ist geplant, wenn die Eltern mal das Tanzbein schwingen wollen. Der Mörchenpark bietet Platz zum verweilen und einen grünen Rückzugsort inmitten der Großstadt. Anstelle von internationalen Bauherren entscheiden hier die Genossen über die Gestaltung des Holzmarktes.

 

Die Architektur 

Hallen und Hütten sind der architektonische Grundgedanke des Holzmarktes. Neben dem Hotel/Restaurant und dem Eckwerk/Technologiezentrum wird es zwei große Hallen geben, die nach und nach um Hütten erweitert werden. Die Hütten werden neue Stockwerke bilden und im bereits bekannten Stil der Bar25 sowie dem Geschmack ihrer Pächter gestaltet werden. Immer mit dem dörflichen Fassadenanspruch im Hinterkopf! Dafür wird kein Gedanke mehr an die, an dieser Stelle geplanten Mediaspree verschwendet werden.

 

Bauernhof 2.0 

Die Dächer sind, wie auch an anderen Orten an denen Urban Farming betrieben wird, die grüne Seele des Holzmarkts. Mit dem Acquaponic werden hier nicht nur Pflanzen bewässert und gezüchtet sondern auch Fische. Das Konstrukt ergibt einen Kreislauf, so dass die Fische von den Pflanzenabfällen ernährt werden und die diversen Gemüsesträucher und Kräuter wiederum gedüngt werden durch die Ausscheidungen der Fische.

Die hier wachsenden Lebensmittel und der Fisch werden im Hofladen verkauft, im Restaurant verwendet und von den Bewohnern konsumiert. Einer der vielen nachhaltigen und fortschrittlichen Gedanken des Holzmarktes. Ressourcen werden gespart, neue Arbeitsplätze geschaffen. Bis zu 800 Stück sollen es auf dem Holzmarkt werden.

 

Die Menschen

Künstler, Handwerker, Programmierer, Sänger, Touristen, Berliner, alt und jung sollen hier ihren Platz finden. Hier wird neu gebaut, weiter gedacht. Nachhaltig und zukunftsorierntiert. Unternehmertum wird groß geschrieben, Fortschritt und Technlogie auch. Dennoch entsteht hier ein Dorf, dass der Gentrifizierung entgegen wirken soll, dass Freiraum für Individualität und Kreativität lässt – ein grünes fortschrittliches Dorf, direkt an der Spree.

 

Was wird passieren?

Es bleibt zu hoffen, dass nicht nur der Gedanken besteht sondern auch die Umsetzung funktionieren wird. Bisher sehen die Chancen  sehr gut aus, der erste Spatenstich ist getan. Und wer hätte jemals gedacht, dass aus einem kleinen, unkommerziellen Technoclub, ein ganzes Dorf entsteht, dessen Herzstück keine Disko ist sondern der Gedanke an ein faires, nachhaltiges Berlin, an dem jeder seinen Platz hat – vom Investor bist zum Raver!

Ab Frühjahr 2014 wird der Holzmarkt endgültig eröffnet und Tag für Tag erweitert werden, wer sich vorher schon informieren will, über das Konzept, die Genossenschaft und Veranstaltungen in diesem Jahr, der kann das unter diesen  Links tun:

http://www.holzmarkt.com

http://www.eckwerk.com

http://www.moerchenpark.de

 

Arbeitsplatz grün anstreichen

Nachhaltigkeit, grüne Technologie, Umweltbewusstsein entwickeln. 2006 schrieben sich unzählige Firmen diese Ziele auf die Fahne. Der Hype um Green IT wurde geboren. 2008 war Green IT sogar das Hauptthema auf der CeBit. Seitdem sind mehr als 5 Jahre vergangen. Grüne Technologie fördert bei konsequenter Umsetzung den Umweltschutz und senkt Energie sowie laufende Betriebskosten. Doch wie ernsthaft sind Unternehmen und Behörden wirklich daran interessiert?

Anfänge in den 90igern 

Green IT ist keine Erfindung aus der heutigen Zeit, sondern geriet erstmals Anfang der 1990iger ins Blickfeld. Der Verbrauch von giftigen Stoffen und die Energieleistung für Server nahm drastisch zu. Erste grüne Gegenmaßnahmen wurden entwickelt. Dazu zählen die Reduzierung von gefährlichen Stoffen wie FCKW und die Nutzung von recycelbaren Materialien. Ein Meilenstein war schließlich die Einführung des „Energy Star“ 1992. Hersteller entwickelten erstmals den „Sleep Modus“. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine absolute Sensation.

Mit der Einführung des Kyoto Protokolls 1997 wurde eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes festgelegt. Computerhersteller mussten ab sofort den Energieverbrauch von Geräten erfassen und Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 entwickeln. Ein weiterer grüner Schritt war die Übernahme des Restriction of Hazardous Substances 2003 durch die Europäische Union. Das RoHS verbietet den Gebrauch von Blei, Quecksilber, Kadmium und anderen gefährlichen Stoffen. Computerhersteller mussten erstmalig umweltfreundliche Substanzen für den Bau von Prozessoren und Chipsets zu benutzen.

Nicht alles grün was glänzt

Die Einführung von Gesetzen und verbindlichen Standards war ein wichtiger Schritt. Doch das reicht noch lange nicht aus. So belegt eine Studie der UN, dass 240 kg an fossilen Brennstoffen, 1.500 Liter Wasser und 22 kg an chemischen Produkten bei der Herstellung 1 PCs verbraucht werden. Die Liste an Umweltproblemen ist lang. Beim Abbau von Kupfer oder Platin wird die Umwelt dauerhaft geschädigt. Für Arbeiter und Natur hochgiftige Stoffe wie polybromierte Byphenyle werden bei der Produktion als Lösungsmittel genutzt.

Die umweltfreundliche Beseitigung des Elektroschrotts ist ebenfalls noch ungelöst. Die Nutzungsdauer von IT-Geräten wird immer kürzer. Der Elektroschrott landet in Entwicklungsländern und wird dort durch billige Arbeitskräfte zerlegt. Zwar verbietet die RoHS den Export von Elektroschrott. Das scheint aber nur die wenigsten Hersteller zu interessieren.

Ein weiteres Kernproblem ist der kontinuierlich steigende Energieverbrauch. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Arbeitsplätze mit einem Computer ausgestattet. Die Folgen waren ein höherer Stromverbrauch und gestiegene Kosten. In Deutschland gibt es knapp 26 Millionen Computer in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen. Diese verbrauchen insgesamt mehr Strom als ein großes Kohlekraftwerk im Jahr produzieren kann. Noch immer werden rund 50% an PCs benutzt. Diese benötigen mittlerweile soviel Energie wie ein effizienter Kühlschrank. Dabei wird die Anzahl an Geräten bis 2020 auf ungefähr 37 Millionen ansteigen.

Verbrauch bis zu 30% senken 

Das Energiesparen beginnt bereits beim Einkaufen. Computer mit einem effizienten Energiemanagement sollten ganz oben auf der Liste stehen. Thin Clients sind auf Grund ihrer Sparsamkeit eine gute Alternative zu Tower-PCs. Bei Peripheriegeräten wie Druckern oder Scannern auf Umweltzertifikate achten. Dazu zählen wie bereits erwähnt der Energy Star sowie der Blaue Engel und die BLI-Auszeichnung für außergewöhnliche Leistung in Energieeffizienz.

Am Arbeitsplatz gibt es weitere Möglichkeiten Energie und Kosten zu senken. Während der Mittagspause oder Besprechung der Rechner ausschalten. Den energiesaugenden Bildschirmschoner ausstellen. Selten genutzte Computerkomponenten wie Soundkarten ausschalten. Einführung von Steckdosenleisten. Natürlich stehen jedem Arbeitgeber noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Bei konsequenter Umsetzung kann der Energieverbrauch um bis zu 30% verringert werden.

Ein Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit beinhaltet auch die Nutzung von modernen Kommunikationsformen wie Live-Online-Seminaren, Web-, Video- und Telefonkonferenzen. Statt im Auto oder Flugzeug unterwegs zu sein, kann der Arbeitnehmer von seinem Büro aus tätig sein. Der CO2-Ausstoß sowie Reisekosten und -stress werden verringert. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation. Statt in einem entfernten Hotel können Arbeitnehmer abends bei ihrer Familie sein.

Auf dem richtigen Weg

In Deutschland ist der Wille nach mehr grüner Technologie erkennbar. Es mangelt aber an der konsequenten Umsetzung. Dies verdeutlicht die Studie „Sustainability – Energiemanagement in deutschen Unternehmen“ von RAAD Research. Gefragt wurden 750 energieintensive Konzerne zum Thema Energiemanagement oder Umweltschutz. 31% der Unternehmen haben einen oder mehrere Verantwortliche. Bei 26% steht Umweltschutz zumindest auf der Agenda. Allerdings haben 43% gar keinen Verantwortlichen benannt und 7% bemessen den Themen auch in Zukunft keine Bedeutung zu. Ein weiteres Problem ist, dass bei 33% keine genauen Richtlinien existieren. Immerhin überwachen 90% der Unternehmen ihren Energieverbrauch.

Einige Firmen und Behörden gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Die Bundesagentur für Arbeit und Christmann Informationstechnik + Medien wurden 2012 mit dem Green IT Best Practice AWARD im Bereich „Energieeffiziente IT-Systeme“ ausgezeichnet. Die Daimler AG gewann in der Kategorie „Einsatz von IT-Systemen zur Optimierung von Prozessen“ und die Deutsche Bank in „Visionäre Gesamtkonzepte“. Seit 2010 verleiht das Bundesministerium für Wirtschaft und Technik den Award. Auch in München wird in Green IT investiert. Die bayrische Landeshauptstadt legte dieses Jahr den Grundstein für das IT-Rathaus. Die Kühlung des neuen Rechen- und Druckzentrums soll über das kalte Grundwasser erfolgen. Tag- und Nachtöffnungsflügel sorgen für eine natürliche Belüftung und Nachtauskühlung.

Viele Unternehmen und Behörden habe Green IT auf ihrer Agenda. Die Bereitschaft, in Zukunft auf grüne Technologien zu setzen, ist erkennbar. Was fehlt, sind einheitliche Richtlinien und aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Hier sind Politik wie Wirtschaft gefordert, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Ansonsten verpufft jedes noch so ehrgeizig gesetzte Ziel.

Interessanter Link:

Green It – Bitkom